Devisen: Euro gibt zum US-Dollar nach - Zum Franken stabil

Der Euro hat am Freitag in den Nachmittagsstunden zum US-Dollar nachgegeben. Zuletzt stand der Kurs bei 1,0900 USD. Nach überraschend hohen Inflationszahlen hatte die Gemeinschaftswährung am Vormittag allerdings deutlich zugelegt und war über die Marke von 1,09 zurückgekehrt. Im Tageshoch wurde für einen Euro 1,0947 USD gezahlt.
28.04.2017 17:11

Gegenüber dem Schweizer Franken zeigte sich der Euro seit der Mittagszeit per Saldo stabil. Die Gemeinschaftswährung kostete zuletzt 1,0832 CHF. Der US-Dollar machte zum Franken zumindest einen Teil der Verluste des Morgens wieder wett und geht derzeit zu 0,9938 CHF um.

Einen starken Schub erhielt der Eurokurs im Vormittagshandel. Das europäische Statistikamt Eurostat hatte für April eine Inflationsrate von 1,9% gemeldet. Diese Zahl entspricht in etwa dem Inflationsziel der EZB, wenngleich die Daten durch die späte Lage des Osterfestes in diesem Jahr als überzeichnet gelten. Analysten wiesen dennoch auf die deutlich höhere Kerninflation ohne Energie und Nahrung hin. Erst am Donnerstag hatte EZB-Präsident Mario Draghi die lockere Geldpolitik der Notenbank mit der schwachen Kernteuerung begründet.

Gebremst wurde der Eurokurs dagegen am Nachmittag. Zwar enttäuschten Wachstumszahlen aus den USA für das erste Quartal. Fachleute relativierten die Daten jedoch, weil Wachstumszahlen für das erste Quartal in den USA seit Jahren wegen eines statistischen Effekts nach unten verzerrt sind. Die Kursverluste des Euro wurden vor allem mit dem starken Wachstum der Investitionen der US-Unternehmen zum Jahresstart begründet. Unter dem Strich zeigten sich viele Analysten weiterhin zuversichtlich für die grösste Volkswirtschaft der Welt.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84473 (0,84420) GBP und 121,76 (121,27) JPY fest.

Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1266,45 (1262,80) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 37 383,00 (37 528,00) Euro.

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(AWP)