Devisen: Euro hält die Gewinne - Britisches Pfund stabil

Der Eurokurs hat am Freitag im späten US-Devisengeschäft die Gewinne aus dem europäischen Handel verteidigt. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1210 US-Dollar, sie stabilisierte sich damit über der Marke von 1,12 Dollar. Das britische Pfund wurde nur kurzzeitig bewegt durch die Rücktrittsankündigung der britischen Premierministerin Theresa May.
24.05.2019 21:14

Gegenüber dem Franken zeigt sich der Euro am Abend bei 1,1225 stabil. Auch der US-Dollar hat mit einem Stand von 1,0014 gegenüber dem späten Nachmittag nur minim zugelegt.

Der Euro profitierte vor dem Wochenende wie auch viele andere Währungen von einer breit angelegten Schwäche des US-Dollar. Grund war eine bessere Stimmung an den Finanzmärkten, weshalb der Dollar als internationale Reservewährung weniger stark gefragt war. Einmal mehr sorgte US-Präsident Donald Trump für Marktbewegung: Seine Äusserung, dass die harte Vorgehensweise der USA gegen den chinesischen Telekom-Riesen Huawei in einer Handelsvereinbarung berücksichtigt werden könne, wurde als sachte Deeskalation des Handelskonflikts gewertet.

Von der marktbreiten Schwäche des Dollar profitierte auch das britische Pfund. Zuletzt kostete es 1,2714 Dollar, deutlich mehr als im frühen europäischen Handel. Wenig Kurseinfluss hatte der Rücktritt der britischen Premierministerin Theresa May. Fachleute werteten den Schritt ohnehin eher negativ für die britische Währung: Es sei wahrscheinlich, dass jetzt Hardliner an die Macht kämen, die einen EU-Austritt ohne Abkommen riskierten, kommentierte das Forschungsinstitut IW aus Köln. Boris Johnson, einer der Favoriten für die Nachfolge Mays, äusserte am Freitag, Grossbritannien werde die EU wie geplant Ende Oktober verlassen - mit oder ohne Abkommen.

bek/he/cf

(AWP)

 

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