Devisen: Euro hält Gewinne zu Dollar und Franken nicht

Der Eurokurs hat am Mittwoch zwischenzeitliche Gewinne zum Dollar und zum Franken nicht gehalten. Die Lage an den Finanzmärkten hat sich zuletzt entspannt, nachdem umfangreiche Massnahmen gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise ergriffen wurden. Am frühen Abend wurde die Gemeinschaftswährung mit 1,0807 US-Dollar gehandelt, nachdem sie mit 1,0850 Dollar ein Tageshoch markiert hatte.
25.03.2020 17:10

Zur Schweizer Währung notiert der Euro noch bei 1,0589 Franken nachdem er am Vormittag noch bis auf 1,0629 Franken angestiegen war. Der US-Dollar pendelt weiter um die Marke von 98 Rappen und notiert am Abend bei 0,9799 Franken.

Zuletzt hatte eine Reihe von Regierungen und Notenbanken weitreichende Pakete zur Stützung der Wirtschaft beschlossen. In den USA wurde am Mittwoch der Weg für ein billionenschweres Konjunkturpaket freigemacht. Der Dollar geriet daraufhin zum Euro etwas unter Druck.

Im Tagesverlauf gab der Euro seine zeitweisen Gewinne wieder ab. Ein Dämpfer war auch der Rekordeinbruch beim Ifo-Geschäftsklima. Das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer verzeichnete den stärksten Rückgang seit der deutschen Wiedervereinigung und den niedrigsten Wert seit Juli 2009. "Die deutsche Wirtschaft steht unter Schock", erklärte Ifo-Präsident Clemens Fuest.

Und es könnte noch schlimmer kommen. "Die volle Wucht der staatlichen Schutz- und Abwehrmassnahmen, im Zuge derer es mittlerweile zu einem weitgehenden Stillstand des öffentlichen Lebens gekommen ist, dürfte beim Geschäftsklima erst im April-Ergebnis enthalten sein", erwartet Chefvolkswirt Alexander Krüger vom Bankhaus Lampe. "Das vom Geschäftsklima bereits heute ausgehende klare Rezessionssignal ertönt dann noch lauter."

Die Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag in London mit 1609 Dollar gehandelt. Das waren rund 23 Dollar weniger als am Vortag.

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(AWP)