Devisen: Euro hält sich klar im Plus nach schwachen US-Konjunkturdaten

Der Euro hat am Freitag im US-Handel seinen Vorsprung aus dem europäischen Geschäft in etwa gehalten. Auslöser der Erholung nach vier verlustträchtigen Handelstagen waren schwache Zahlen zur Inflation und zum Einzelhandel in den USA. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,0926 US-Dollar und damit rund einen halben Cent mehr als vor der Veröffentlichung der Daten. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,0876 (Donnerstag: 1,0860) Dollar festgelegt.
12.05.2017 21:08

Der Franken bewegte sich zuletzt nicht mehr allzu stark. EUR/CHF notierte bei 1,0946 nach 1,0954 am frühen Abend, bei USD/CHF waren es 1,0019 nach 1,0031.

Die Inflationsrate in den USA lag laut Arbeitsministerium im April bei 2,2 Prozent. Das war weniger als im Vormonat und als von Experten erwartet. Auch die Kerninflation, die Energie- und Lebensmittelpreise aussen vor lässt, sank leicht auf 1,9 Prozent. Schwache Inflationszahlen nehmen tendenziell Druck von der US-Notenbank Fed, ihre Geldpolitik zügig zu straffen, was den Dollar belastet. Zusätzlich belastet wurde der Dollar ausserdem von eher schwachen Umsätzen im US-Einzelhandel. Sie legten im April um 0,4 Prozent und damit weniger als erwartet zu. Allerdings wurden die Zahlen vom Vormonat nach oben revidiert.

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(AWP)