Devisen: Euro hält sich zu US-Dollar stabil auf Zwölfmonatshoch

Der Euro rührte sich am Mittwoch in den Abendstunden zum US-Dollar kaum von der Stelle. Zuletzt notierte die Gemeinschaftswährung bei 1,1378 USD auf dem Niveau vom späten Nachmittag. Zuvor war der Kurs allerdings bis auf 1,1391 gestiegen. Das war der höchste Stand seit dem Brexit-Votum vor rund zwölf Monaten.
28.06.2017 21:24

Seit Dienstagmorgen hat der Euro zum Dollar fast zwei Cent an Wert gewonnen. Auslöser waren Äusserungen von EZB-Präsident Mario Draghi, die auf eine weniger lockere Geldpolitik schliessen lassen. Draghi gab sich am Dienstag zuversichtlich für das Wirtschaftswachstum im Euroraum und - wenn auch in geringerem Ausmass - für die Inflationsentwicklung. "Die Äusserungen Draghis waren ein sehr eleganter Weg, den geldpolitischen Exit in Aussicht zu stellen", sagte Andrew Bosomworth, Investmentchef für Deutschland beim Vermögensverwalter Pimco, am Mittwoch.

Für Aufregung sorgte am Mittwochnachmittag jedoch eine Meldung der Nachrichtenagentur Bloomberg. Demnach wurden Draghis Äusserungen aus Sicht der EZB missverstanden. Die scharfen Marktreaktionen wären demzufolge übertrieben gewesen. Der Euro reagierte zunächst mit deutlichen Verlusten auf die Meldung, erholte sich jedoch bis zum späten Nachmittag wieder.

Zum Schweizer Franken entwickelte sich in den Abendstunden sowohl der Euro wie auch der US-Dollar stabil. Zuletzt kostete ein Euro 1,0916 CHF und ein US-Dollar 0,9594 CHF.

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(AWP)