Devisen: Euro hält Vortagesgewinne gegenüber US-Dollar und Franken

Der Euro hat am Freitag im frühen Handel die kräftigen Gewinne vom Vortag vor allem gegenüber dem US-Dollar weitgehend gehalten. Am Morgen kostet die Gemeinschaftswährung 1,1414 USD und damit nur geringfügig weniger als am Vorabend.
07.07.2017 08:43

Auch das Währungspaar EUR/CHF blieb im Vorabendvergleich praktisch unverändert und steht aktuell bei 1,0971 (1,0972) CHF. Der US-Dollar präsentiert sich bei einem Stand von 0,9612 nach 0,9608 CHF ebenfalls nahezu unverändert.

Wachsende Spekulationen auf eine geldpolitische Wende durch die EZB hatten dem Euro am Vortag noch kräftigen Auftrieb gegeben. Im Führungsgremium der Notenbank ist laut dem jüngsten Sitzungsprotokoll darüber nachgedacht worden, die Kommunikation bezüglich der Wertpapierkäufe zu verändern. Letztlich entschied man sich dagegen - auch aus Sorge, dies könnte als fundamentale Veränderung des geldpolitischen Kurses interpretiert werden. Eine im Mai überraschend stark gestiegene Produktion im verarbeitenden Gewerbe in Deutschland konnte am Freitag dem Euro keinen weiteren Auftrieb geben.

Unter Druck geriet unterdessen der japanische Yen. Die Währung verlor am Freitag rund ein halbes Prozent an Wert, nachdem die japanische Notenbank in der Nacht am Rentenmarkt eingegriffen hatte, um ihr Renditeziel zu verteidigen. Es war die dritte Intervention seit Einführung des Renditeziels als Instrument der Geldpolitik im September. Wenn auch eigentlich nichts überraschendes passiert sei: Am Devisenmarkt sei man anscheinend an das Versprechen der Notenbank erinnert worden, schreibt Lutz Karpowitz, Experte bei der Commerzbank. "Manchmal reicht auch einfach eine Bestätigung eines offiziellen Programms, um den Devisenmarkt in Schwung zu bringen."

tos/stb/ab

(AWP)