Devisen: Euro hält sich über 1,07 USD und über 1,08 Franken

FRANKFURT (awp international) - Der Euro hat am Dienstag anfängliche Gewinne nicht halten können. Gegen Mittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,0734 USD, nachdem sie zuvor bis auf 1,0785 USD gestiegen war. Zum Franken wird der Euro mit 1,0826 CHF gehandelt und tendiert damit wieder schwächer, nachdem er zwischenzeitlich bis auf 1,0848 CHF gestiegen war. Wieder Tritt gefasst zum Franken hat wieder der US-Dollar, der am Mittag zu 1,0085 CHF nach einem Tief von 1,0050 CHF am Vormittag kostet.
06.12.2016 13:35

Auch am Tag nach der Ablehnung der Verfassungsreform in Italien zeigten sich an den Finanzmärkten keine Panikreaktionen. Am Montag hatte der Euro sogar zugelegt, obwohl die Ablehnung der Reform durch das italienische Volk den Rücktritt von Ministerpräsident Matteo Renzi nach sich zieht und eine Regierungskrise auslöste. Nachdem das grosse Beben an den Finanzmärkten ausgeblieben sei, hätten wohl einige Akteure ihre Short-Positionen im Euro wieder eindecken müssen, heisst es in einem Marktkommentar der Luzerner Kantonalbank.

Neue Konjunkturdaten konnten den Euro am Dienstag jedoch nur übergangsweise beflügeln. Die deutsche Industrie hat im Oktober deutlich mehr Aufträge erhalten als erwartet. Zudem war der Zuwachs so stark wie seit mehr als zwei Jahren nicht mehr. Bankvolkswirte verwiesen unter anderem auf eine sehr robuste Autoproduktion als Grund für den starken Anstieg.

Im Nachmittagshandel rücken amerikanische Konjunkturdaten in den Blick. Besonderes Interesse dürften die Neuaufträge an langlebigen Gütern auf sich ziehen. Zum einen machen sie einen grossen Teil der gesamten Industrieaufträge aus. Zum anderen gilt die Entwicklung als Indikator für die Investitionsfreude der Unternehmen.

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(AWP)