Devisen: Euro im US-Handel deutlich unter Druck - Nordkorea-Raketentest

Nach einem erneuten Raketentest Nordkoreas ist der Kurs des Euro im New Yorker Dienstagshandel merklich unter Druck geraten. Die europäische Gemeinschaftswährung fiel bis auf ein Tagestief bei 1,1827 US-Dollar und wurde zuletzt mit 1,1843 Dollar gehandelt. Im frühen europäischen Vormittagsgeschäft hatte der Euro noch über 1,19 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1888 (Montag: 1,1952) Dollar festgesetzt.
28.11.2017 21:23

Auch zum Schweizer Franken verliert der Euro an Terrain und rutscht weiter unter die Marke von 1,17 ab, die zu Wochenbeginn noch klar überschritten worden ist. Aktuell kostet der Euro 1,1656 CHF nach Kursen zu 1,1690 CHF im frühen Handel. Der US-Dollar geht derweil zum Franken mit 0,9842 CHF fester um als noch zu Handelsbeginn, als der Dollar rund 0,9810 CH gekostet hat.

Der US-Dollar zog mit Blick auf gute Konjunkturdaten spürbar an. Für Impulse sorgte am Berichtstag auch die Konsumentenstimmung in den USA, die sich im November überraschend aufgehellt hatte und auf ein neues 17-Jahreshoch gestiegen war.

An den Finanzmärkten wird weiter fest mit einer Leitzinserhöhung der US-Notenbank Fed im Dezember gerechnet. "Die Rahmenbedingungen sprechen für eine Anhebung", sagte der nominierte Fed-Chef Jerome Powell während einer Anhörung vor dem Bankenausschuss des Senats am Dienstag. "Es wird Zeit, die Leitzinsen zu normalisieren." Powell wurde von US-Präsident Donald Trump als neuer Chef der US-Notenbank vorgeschlagen. Der Senat muss der Nominierung noch zustimmen.

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(AWP)