Devisen: Euro kann 1,17 US-Dollar nicht halten - Auch zum Franken schwächer

Der Euro kann am Dienstag die Marke von 1,17 US-Dollar nicht halten. Nachdem die Gemeinschaftswährung im frühen Geschäft kurz über diese Schwelle geklettert war, verlor sie wieder an Schwung und steht nun bei 1,1679 Dollar. Damit kostet der Euro in etwa so viel wie am späten Vorabend.
18.09.2018 10:48

Auch zum Franken hat der Euro gewonnenes Terrain wieder eingebüsst. Das Euro-Franken-Währungspaar kletterte am Morgen kurz bis über die Marke von 1,1260 Franken, kostet zum Berichtszeitpunkt allerdings nur noch 1,1230 Franken. Der Dollar geht zu 0,9616 Franken zum frühen Geschäft wenig verändert um.

Kurzzeitig erreichte der Euro im frühen Geschäft ein Tageshoch bei 1,1718 Dollar. Eine neue Eskalationsstufe im Handelsstreit zwischen den USA und China hatte dann allerdings die Risikofreude der Anleger gedämpft. Der traditionell als sicher empfundene US-Dollar wurde zuletzt etwas stärker nachgefragt, während der Euro im Gegenzug die frühen Gewinne wieder abgeben musste.

Der Handelsstreit zwischen China und den USA spitzt sich weiter zu. Nur kurze Zeit, nachdem die US-Regierung unter Präsident Donald Trump neue Sonderzölle auf China-Importe verhängt hatte, kam die Reaktion aus Peking. "Um seine legitimen Rechte und Interessen und die globale Freihandelsordnung zu wahren, muss China Gegenmassnahmen ergreifen", hiess es in einer Mitteilung des Pekinger Handelsministeriums. Die Reaktion an den Finanzmärkten auf die Streitigkeiten halten sich jedoch in Grenzen.

Im weiteren Tagesverlauf dürfte die jüngste Entwicklung im Handelsstreit das Geschehen am Devisenmarkt bestimmen. Es stehen kaum wichtige Konjunkturdaten auf dem Programm, an denen sich die Anleger orientieren könnten. In den USA werden am Nachmittag nur Daten aus der zweiten Reihe zur Entwicklung auf dem Immobilienmarkt veröffentlicht.

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(AWP)