Devisen: Euro kann Gewinne zu Dollar und Franken nicht halten

Der Euro hat am Montag zwischenzeitliche Gewinne bis zum Mittag wieder abgegeben. Aktuell notiert die Gemeinschaftswährung auf Tagestief bei 1,0580 US-Dollar. Zeitweise war sie bis auf 1,0640 Dollar gestiegen.
06.03.2017 13:15

Ähnlich ist das Bild beim EUR/CHF-Währungspaar. Bei einem Kurs von zuletzt 1,0686 CHF steht der Euro ebenfalls auf bisherigem Tagestief, nachdem er am Morgen noch bis auf 1,0723 CHF gestiegen war. Der US-Dollar geht am Mittag zu 1,0100 CHF um und bewegt sich damit eher seitwärts zum Franken.

Zwischen Euro und Dollar wurde der Vormittagshandel bisher durch die französische Politik geprägt. Der frühere Premierminister Alain Juppé stellte klar, in das Rennen um die Präsidentschaft nicht eintreten zu wollen. Zuvor war spekuliert worden, Juppé könnte den unter Druck geratenen Republikaner-Kandidaten Francois Fillon ersetzen. Die Chancen Fillons auf das Präsidentenamt sind in den vergangenen Wochen stark gesunken, weil ihm vorgehalten wird, seine Ehefrau im Parlament scheinbeschäftigt zu haben.

An den Finanzmärkten gilt eine denkbare künftige Präsidentin Marine Le Pen als Risikoszenario. Die Chefin des Front National lehnt eine Mitgliedschaft Frankreichs im Euro-Währungsgebiet ab. Die derzeit besten Chancen hat Wahlumfragen zufolge der ehemalige Wirtschaftsminister Emmanuel Macron. Die Präsidentschaftswahl findet Ende April bis Anfang Mai statt.

An diesem Montagnachmittag werden aus den USA einige Konjunkturdaten erwartet. Es stehen Auftragsdaten aus der Industrie an. Zuletzt hatten zahlreiche US-Notenbanker, darunter Zentralbankchefin Janet Yellen, eine Zinsanhebung bereits im März in Aussicht gestellt, soweit die konjunkturelle Lage gut bleibe. Der Dollar hat davon aber nicht sonderlich profitieren können.

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(AWP)