Devisen: Euro kaum verändert nach Vortagesverlusten

Der Euro hat am Freitag die Kursverluste der vergangenen Handelstage vorerst nicht weiter fortgesetzt. Am Morgen wird die Gemeinschaftswährung bei 1,1459 US-Dollar gehandelt und damit etwa zum gleichen Kurs wie am Vorabend.
19.10.2018 07:50

Der Franken hat sich derweil ganz leicht abgeschwächt. Ein Euro kostete am Morgen nun 1,1420 Franken nach 1,1409 Frankem am Vorabend. Allerdings ist das immer noch weniger als am Donnerstagnachmittag (1,1445 Franken). Der Dollar legte derweil auf 0,9965 Franken zu nach 0,9953 Franken am Donnerstagabend.

Am Vorabend war der Euro erneut unter Druck geraten. Als Ursache gelten Sorgen um die Haushaltsplanung in Italien. Die EU-Kommission sieht im Haushaltsentwurf der italienischen Regierung schwere Verstösse gegen die Regeln der Eurozone. Die Pläne zur Neuverschuldung seien eine "noch nie dagewesene" Abweichung von den Kriterien des Stabilitätspaktes, heisst es in einem Brief von EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici. Neben den Kursverlusten beim Euro hatte die EU-Kritik auch einen kräftigen Anstieg der Risikoaufschläge für italienische Staatsanleihen zur Folge.

Kursverluste gab es auch beim chinesischen Renminbi. Im Handel mit dem US-Dollar hat die chinesische Währung weiter abgewertet. In der vergangenen Nacht wurden zeitweise 6,9458 Yuan für einen Dollar gezahlt und damit so viel wie seit Anfang 2017 nicht mehr.

Marktbeobachter erklärten die jüngste Schwäche des Yuan mit enttäuschenden Konjunkturdaten. Vor dem Hintergrund des Handelskrieges mit den USA hat sich Chinas Wachstum stärker als erwartet abgeschwächt. Die Wirtschaftsleistung der zweitgrössten Volkswirtschaft der Welt war im dritten Quartal nur um 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gewachsen. Experten hatten mit 6,6 Prozent Zuwachs gerechnet. Auch die Industrieproduktion war schwächer ausgefallen als prognostiziert.

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(AWP)