Devisen: Euro knapp über 1,12 US-Dollar - Brasilianischer Real erholt sich etwas

Der Eurokurs ist am Freitag im US-Handel über 1,12 US-Dollar gestiegen. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1210 Dollar. Kurz zuvor war der Euro auf 1,1211 Dollar und damit auf den höchsten Stand seit November gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs noch auf 1,1179 (Donnerstag: 1,1129) Dollar festgesetzt.
19.05.2017 21:15

Auch der Franken legte zum US-Dollar zu, am späten Abend wurde USD/CHF zu 0,9729 gehandelt nach 0,9751 am frühen Abend bzw. 0,9797 am Morgen. EUR/CHF wurde derweil zu 1,0906 nach 1,0913 bzw. 1,0893 gehandelt.

Die Gemeinschaftswährung profitierte weiter von der hohen Unsicherheit mit Blick auf die US-Politik. Die politischen Entwicklungen um US-Präsident Donald Trump bleiben ein entscheidender Einflussfaktor auf den Devisenmarkt. "Jede neue Enthüllung könnte die Fortsetzung der Dollar-Schwäche bedeuten", kommentierte Ulrich Wortberg, Analyst bei der Landesbank Helaba. Die anfängliche Trump-Euphorie habe sich gelegt, da offen über eine Amtsenthebung nachgedacht werde.

In Brasilien hat sich der Kurs der Landeswährung Real nach der Talfahrt vom Vortag etwas erholt. Am Freitag stieg der Wert des Real zum US-Dollar um rund 3,5 Prozent. Ein Dollar kostete zuletzt 3,2588 Real. Am Donnerstag war der Real noch um etwa 8 Prozent eingebrochen. Zuvor war bekannt geworden, dass Brasiliens Präsident Michel Temer nach Enthüllungen um Schweigegeldzahlungen und eine Behinderung von Justizermittlungen in einem Korruptionsskandal um sein Amt bangen muss.

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(AWP)