Devisen: Euro kommt zu Dollar und Franken etwas zurück

Der Kurs des Euro ist am Montag nach dem Höhenflug der vergangenen Woche leicht gesunken. Am Morgen wird die Gemeinschaftswährung bei 1,1727 US-Dollar gehandelt und damit etwas tiefer als am Freitagabend. In der Vorwoche war der Euro noch zeitweise bis auf 1,1777 Dollar gestiegen und damit auf den höchsten Stand seit Anfang 2015.
31.07.2017 08:33

Zum Franken steht der Euro bei 1,1365 CHF ebenfalls wieder etwas tiefer. Am Freitag war das EUR/CHF-Paar erstmals seit der Aufhebung des Euro-Mindestkurses zum Franken im Januar 2015 durch die SNB über die Marke von 1,14 gestiegen. Experten tun sich allerdings schwer, neben der Euro-Stärke weitere Gründe für die Schwäche des Frankens zu benennen. Am Markt gab es am Freitag auch Spekulationen, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB) mit Eingriffen am Markt die Franken-Schwäche noch befeuert habe. Dabei wurde auf ein Interview mit SNB-Präsident Thomas Jordan von Anfang der Woche hingewiesen, in dem er den Franken auch weiterhin als überbewertet bezeichnete.

Zum Wochenauftakt sprechen Marktbeobachter von einer leichten Gegenbewegung beim Euro. Nach wie vor werde die Gemeinschaftswährung durch die politische Entwicklung in den USA gestützt. Devisenexperte Ulrich Leuchtmann von der Commerzbank sprach von einem "Dauer-Chaos" in Washington, das den Dollar belastet und dem Euro im Gegenzug Auftrieb verleiht. "So sehr im November und Dezember Donald Trumps Wahlsieg dem Dollar geholfen hatte, so sehr werden der US-Präsident und die republikanische Kongress-Mehrheit nun zu Belastungsfaktoren für die US-Währung", sagte Leuchtmann.

Im weiteren Handelsverlauf könnten noch wichtige Konjunkturdaten aus den USA und der Eurozone für neue Impulse im Handel am Devisenmarkt sorgen. Besonders im Fokus stehen Daten zur Preisentwicklung in der Eurozone, die am späten Vormittag auf dem Programm stehen.

/jkr/men/hr

(AWP)