Devisen: Euro kommt zum Dollar etwas zurück - Wenig Veränderung zum Franken

FRANKFURT (awp international) - Der Euro hat zu Wochenbeginn gegenüber dem US-Dollar wieder leicht nachgegeben. Gegen Mittag kostet die Gemeinschaftswährung 1,0947 US-Dollar und damit weniger als im asiatischen Handel.
31.10.2016 13:23

Zum Franken zeigt sich der Euro am Montagmittag bei einem Stand von 1,0827 CHF hingegen kaum verändert. Im frühen Handel war das Paar bis auf 1,0850 gestiegen. Die Devisenexperten von JPMorgan zeigen sich in einem aktuellen Kommentar mit Blick auf die SNB skeptisch, ob diese ihren aktuellen Interventionskurs weiter wie bisher verfolgen kann. Immerhin blähe sie damit ihre Bilanz immer weiter auf.

Der US-Dollar zeigt sich durch die Bank fester und nähert sich auch zum Franken mit einem Kurs von aktuell 0,9889 CHF wieder der Marke von 0,99 an. Die US-Währung macht an diesem Montag generell einen Teil ihrer Verluste vom Freitagabend wett. Für Druck hatte die Ankündigung von FBI-Chef James Comey gesorgt, dass die Behörde ihre Nachforschungen zur E-Mail-Affäre der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton wieder aufnehmen wolle. Umfragen deuteten darauf hin, dass der als unberechenbar geltende republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump seinen Rückstand auf Clinton gut eine Woche vor der US-Wahl verringern konnte.

Preis- und Wachstumsdaten aus der Eurozone brachten am Vormittag wenig Neues. Der allgemeine Preisauftrieb erhöhte sich zwar leicht, blieb aber im längeren Vergleich gering. Zudem stagnierte die Kerninflation auf ebenfalls niedrigem Niveau. Die Kernteuerung beschreibt den grundlegenden Preistrend. EZB-Präsident Mario Draghi hatte sich zuletzt unzufrieden mit der im Trend stagnierenden Entwicklung gezeigt. Das moderate Wirtschaftswachstum setzte sich im dritten Quartal unterdessen fort.

Mit dir grössten Bewegungen am Devisenmarkt verzeichnet zum Wochenstart der südafrikanische Rand. Er legt zu Dollar und Euro um je zwei Prozent zu. Auslöser war eine Erklärung des Leiters der südafrikanischen Staatsanwaltschaft, Shaun Abrahams, wonach der international angesehene Finanzminister Pravin Gordhan sich nicht wegen der Frühverrentung eines ranghohen Beamten vor Gericht verantworten muss. Gordhan hatte die Vorwürfe zuvor als politisch motiviert zurückgewiesen. Der Rand war nach Bekanntwerden der Vorwürfe erheblich unter Druck geraten.

Am Nachmittag stehen Preiszahlen aus den USA im Mittelpunkt des Interesses. Es wird der von der US-Notenbank besonders beachtete Preisindex PCE veröffentlicht. Wegen der wieder etwas höheren Ölpreise dürfte die Inflation anziehen.

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(AWP)