Devisen: Euro legt gegenüber Dollar und Franken zu

Der Euro ist am Freitag vor einer mit Spannung erwarteten Rede der US-Notenbankchefin Janet Yellen gestiegen. Am Mittag wird die Gemeinschaftswährung bei 1,0546 US-Dollar gehandelt und damit höher als am Vorabend. Auch zum Franken legt der Euro zu und wird aktuell mit 1,0671 CHF gehandelt, was auch dem bisherigen Tageshoch entspricht. Der US-Dollar gibt gegenüber dem Franken nur minimal nach und steht am Mittag bei 1,0116 CHF.
03.03.2017 13:35

Hinweise auf gesunkene Chancen der französischen Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen auf einen Wahlsieg hätten den Euro gestärkt, hiess es aus dem Handel. Laut der Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Odoxa würde der proeuropäische Kandidat Emanuelle Macron mittlerweile auch im ersten Wahlgang vor der Chefin des Front National liegen. Macron hatte am Donnerstag sein Programm vorgelegt. Die französische Präsidentschaftswahl gilt als grösster politischer Risikofaktor für die Finanzmärkte, da Le Pen aus dem Euro austreten will.

Robuste Konjunkturdaten aus der Eurozone stützen die Gemeinschaftswährung zusätzlich. Die Stimmung bei den Unternehmen im Dienstleistungssektor ist im Februar auf den höchsten Stand seit Mai 2011 gestiegen. Überraschend positiv haben sich die Einkaufsmanagerindizes vor allem in Italien und Spanien entwickelt.

Ansonsten ist die Geldpolitik in den USA das alles beherrschende Thema am Devisenmarkt. Nachdem eine Reihe von führenden amerikanischen Notenbankern eine weitere Zinserhöhung im März signalisiert hatten, ist am Abend auch eine Rede der Fed-Chefin Yellen geplant. Mittlerweile wird die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch die US-Notenbank Fed im März an den Finanzmärkten mit 88 Prozent eingeschätzt und ist damit nahezu vollständig eingepreist. Die letzte Gewissheit über den Zeitpunkt des nächsten Zinsschritts erhoffen sich die Anleger von den Yellen-Aussagen.

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(AWP)