Devisen: Euro legt gegenüber Dollar und Franken zu - Konjunkturdaten stützen

Der Kurs des Euro hat am Donnerstag zugelegt. Nach einem Tagestief am Morgen bei 1,1721 USD schaffte die Gemeinschaftswährung im Vormittagshandel den Sprung in die Gewinnzone und erreichte am späten Vormittag ein Tageshoch bei 1,1773 USD. Aktuell kostet der Euro 1,1762 USD.
28.09.2017 11:37

Auch gegenüber dem Schweizer Franken legte der Euro zu und wird derzeit zu 1,1459 nach 1,1432 am Morgen und 1,1420 CHF am Mittwochabend gehandelt. Der US-Dollar notiert derweil im Vergleich zum Morgen praktisch unverändert auf 0,9742 (0,9744) CHF

Rückenwind bekam der Euro durch stärker als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten aus der Eurozone. Im September hatte sich die Wirtschaftsstimmung im gemeinsamen Währungsraum weiter aufgehellt. Der Economic Sentiment Indicator (ESI), der die Stimmung in Unternehmen und privaten Haushalten misst, stieg im Vergleich zum Vormonat um 1,1 Punkte auf 113,0 Zähler. Das ist der höchste Stand seit Juni 2007 und mehr als Volkswirte erwartet hatten.

Zuvor war der starke Dollar das beherrschende Thema am Devisenmarkt, der den Euro seit Beginn der Woche im Gegenzug mehr oder weniger stark belastet hatte. Die amerikanische Währung profitierte von Steuerplänen der US-Regierung. US-Präsident Donald Trump hat mittlerweile einen Entwurf präsentiert, dessen Finanzierung aber ungewiss ist. Darüber hinaus wird erwartet, dass die amerikanische Notenbank auf Zinserhöhungskurs bleibt, obwohl die Inflation in der grössten Volkswirtschaft der Welt hinter den Erwartungen zurückbleibt.

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(AWP)