Devisen: Euro legt gegenüber US-Dollar und Franken etwas zu

Der Euro hat am Mittwoch bis zum Mittag etwas zugelegt. Zuletzt kostet die gemeinsame Währung der 19 Euroländer 1,1757 US-Dollar und damit etwas mehr als am Morgen. Zum Franken hat sich der Euro mit 1,1616 Franken wieder oberhalb der 1,16er-Marke etabliert.
13.06.2018 13:27

Händler erklären die Kursgewinne des Euros zwar vor allem mit einer Schwäche des amerikanischen Dollar. Für das Dollar/Franken-Paar trifft dies allerdings nicht zu. Bei einem Stand von 0,9877 Franken kann die US-Währung ihre Gewinne seit Dienstagabend verteidigen.

Zu deutlichen Bewegungen ist es erneut bei der türkischen Lira gekommen, die unter Druck steht. Gegenüber dem Euro verliert sie 1,5 Prozent an Wert, gegenüber dem US-Dollar sind es 1,2 Prozent. Am Markt wird die hohe Unsicherheit über den Ausgang der Parlaments- und Präsidentschaftswahl genannt, die in eineinhalb Wochen stattfindet. Wahlumfragen sehen zwar meist leichte Vorteile für Präsident Erdogan und seine Partei AKP. Die Opposition rangiert aber nicht weit dahinter.

Zur Wochenmitte steht klar die amerikanische Geldpolitik im Mittelpunkt des Interesses. Am Abend wird die US-Notenbank Fed ihre Zinsentscheidung bekanntgeben. Eine weitere Anhebung des Leitzinsbandes wird an den Finanzmärkten fest erwartet. Es wäre die insgesamt siebte Erhöhung seit Beginn der Zinswende im Dezember 2015.

Das Augenmerk der Marktteilnehmer liegt auf dem geldpolitischen Ausblick: In diesem Jahr hat die Fed bislang einmal ihre Zinsen angehoben. Folgt heute die zweite Straffung, bliebe der Notenbank für das zweite Halbjahr 2018 gemäss aktueller Prognosen nur noch eine weitere Anhebung. Angesichts der robusten Konjunktur und der steigenden Inflation könnte es daher sein, dass die Fed heute eine zusätzliche Anhebung in Aussicht stellt.

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(AWP)