Devisen: Euro legt kräftig zu - Zum Franken praktisch unverändert

Der Euro hat am Freitag nach schwachen Zahlen aus den USA zur Inflation und zum Einzelhandel deutlich zugelegt. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,0921 US-Dollar und damit gut einen halben Cent mehr als am Morgen.
12.05.2017 17:17

Ein ähnliches Bild zeigte sich auch beim USD/CHF-Paar. Der Dollar gab nach dem Mittag gegenüber dem Franken deutlich nach und verlor beinahe einen halben Rappen. Am späten Freitag-Nachmittag kostet der US-Dollar 1,0031 CHF. Der Euro veränderte sich derweil zum Franken kaum. Am späten Nachmittag geht die Gemeinschaftswährung bei 1,0954 CHF um.

Kurz nach der Veröffentlichung wichtiger US-Konjunkturdaten legte der Euro am Nachmittag aufgrund eines geschwächten Dollar um ein halbes Prozent zu. Die Inflationsrate in den USA lag laut Arbeitsministerium im April bei 2,2 Prozent. Das war weniger als im Vormonat und als von Experten erwartet. Auch die Kerninflation, die Energie- und Lebensmittelpreise aussen vor lässt, sank leicht auf 1,9 Prozent.

Schwache Inflationszahlen nehmen tendenziell Druck von der US-Notenbank Fed, ihre Geldpolitik zügig zu straffen, was den Dollar belastet. Rudolf Besch, Experte bei der Dekabank, erwartet zwar trotz der aktuellen Zahlen weiterhin eine Zinserhöhung im Juni. "Sollten allerdings in den kommenden Monaten ebenfalls schwache Preisdaten gemeldet werden, würde die Zinserhöhung im September an Wahrscheinlichkeit verlieren."

Zusätzlich belastet wurde der Dollar ausserdem von eher schwachen Umsätzen im US-Einzelhandel. Sie legten im April mit einem Zuwachs um 0,4 Prozent weniger als erwartet zu. Allerdings wurden die Zahlen vom Vormonat nach oben revidiert.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84588 (0,84485) GBP und 123,82 (123,69) JPY fest.

Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1231,25 (1223,15) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 36 342,00 (36 230,00) Euro.

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(AWP)