Devisen: Euro legt während Draghi-Rede zum Franken und US-Dollar zu

Der Euro ist am Donnerstag während der Rede von EZB-Chef Mario Draghi im Anschluss an die geldpolitische Beschlüsse der Zentralbank zum Schweizer Franken und US-Dollar gestiegen. Zum Franken legte die europäische Gemeinschaftswährung zwischenzeitlich bis auf 1,1483 CHF zu - der höchste Stand seit Ende August. Zuletzt notierte das Währungspaar bei 1,1435 nach 1,140 um die Mittagszeit.
07.09.2017 17:07

Auch zum US-Dollar stieg der Euro auf zuletzt 1,2005 USD von 1,1980 USD am Mittag. Während der Rede von Draghi ging es bis auf 1,2059 USD rauf. Das Währungspaar USD/CHF entwickelte sich dagegen per Saldo stabil. Zuletzt stand der Kurs bei 0,9525.

Die EZB hat ihre Leitzinsen unverändert gelassen. EZB-Chef Mario Draghi äusserte kritisch zur Aufwertung des Euro in jüngster Zeit. "Mit dem Hinweis, dass die erhöhte Volatilität des Euro in den letzten Wochen die Quelle von Unsicherheit sei, machte Draghi deutlich, dass die EZB vor allem die Wechselkurse im Auge behält und kein Interesse an einer weiteren Aufwertung des Euro hat", sagte Jan Holthusen, Experte bei der DZ Bank.

Zudem stellte Draghi für die kommende Zinssitzung im Oktober konkrete Entscheidungen zum weiteren Vorgehen bei den Wertpapierkäufen in Aussicht. Experten rechnen mit einer baldigen Verringerung der Käufe. Dafür spricht zum einen die robuste Euro-Wirtschaft. Zum anderen verweisen Ökonomen darauf, dass die EZB aufgrund selbst gesetzter Grenzen bei den Anleihekäufen inzwischen kaum noch Spielraum hat.

Unzufrieden sei man im EZB-Rat bislang noch mit der Teuerungsrate, sagte Draghi. Hier sei Geduld gefragt. Letztlich werde sich die Inflation dem angepeilten Ziel von knapp zwei Prozent annähern.

Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1343,50 (1337,85) Dollar gefixt.

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(AWP)