Devisen: Euro legt zu Dollar weiter zu - EUR/CHF stabil

Der Euro hat am Donnerstag zu US-Dollar weiter zugelegt. Im Tageshoch kostete die Gemeinschaftswährung 1,0829 USD und damit so viel wie letztmalig Anfang Dezember. Am späten Nachmittag kostet der Euro 1,0811 USD und damit etwa so viel wie am frühen Nachmittag. Zum Schweizer Franken notiert der Euro auf 1,0692 nach 1,0680 CHF am frühen Nachmittag und damit wieder etwa auf dem Niveau vom Morgen. Der Dollar ziegt zum Franken die gleiche Bewegung und kostet am späten Nachmittag mit 1,0692 CHF etwa so viel wie am Morgen, nachdem er am frühen Nachmittag mit 1,0680 CHF etwas tiefer lag.
02.02.2017 16:59

Grund der jüngsten Euro-Gewinne ist eine breit angelegte Dollar-Schwäche. Der Dollar-Index, der die US-Währung ins Verhältnis zu anderen wichtigen Währungen setzt, fiel auf den tiefsten Stand seit Mitte November. Auslöser der Verluste sind Äusserungen aus den Reihen der neuen US-Regierung, die den Dollar in den vergangenen Tagen deutlich geschwächt hatten. Präsidentenberater Peter Navarro hatte Deutschland vorgehalten, den schwachen Euro als Exporthilfe auszunutzen. US-Präsident Donald Trump stiess in dieselbe Kerbe und hielt Japan und China Ähnliches vor.

Zusätzliche Belastung kam von der amerikanischen Geldpolitik. Am Mittwochabend hatte die US-Notenbank Fed ihren Leitzins zwar wie erwartet konstant gehalten. Allerdings gab sie keine Hinweise, wann in diesem Jahr eine Zinsanhebung anstehen könnte. Ende 2016 hatte sie gleich drei Zinsanhebungen für 2017 signalisiert. Sollte die Fed ihre Zinswende, wie gegenwärtig erwartet, tatsächlich erst zur Jahresmitte fortsetzen, würde die Zeit für zwei weitere Anhebungen im laufenden Jahr knapp.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86068 (0,85418) GBP und 121,40 (122,25) JPY fest.

Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1'221,95 (1'203,65) USD gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete unverändert 36'112,00 EUR.

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(AWP)