Devisen: Euro legt zu Franken und Dollar zu

FRANKFURT (awp international) - Der Euro ist am Freitag in einem überwiegend ruhigen Umfeld zum US-Dollar leicht gestiegen. Auch zum Schweizer Franken konnte die Gemeinschaftswährung etwas Boden gut machen. Zum Dollar notiert der Euro am frühen Nachmittag auf 1,1154 nach 1,1145 CHF am Morgen und zum Franken 1,0881 nach 1,0863 CHF. Der Dollar zum Franken geht derweil für 0,9755 nach 0,9746 CHF um
12.08.2016 13:42

Starke Kursbewegungen blieben am Freitag aus. Wachstumsdaten aus dem Euroraum boten wenig Überraschung. Mit 0,3% schwächte sich die Konjunktur der 19 Euroländer im zweiten Quartal ab. Dies war angesichts des starken Jahresstarts aber erwartet worden. Allerdings überraschte die grösste Euro-Volkswirtschaft Deutschland mit einem soliden Wachstum von 0,4 Prozent. Analysten hatten nur die Hälfte dessen erwartet. Die zweit- und drittgrössten Volkswirtschaften Frankreich und Italien stagnierten dagegen.

Am Nachmittag richtet sich der Blick der Anleger in Richtung USA. Dort wird mit den Einzelhandelsumsätzen ein wichtiger Indikator für den derzeit stärksten Wachstumstreiber, den privaten Konsum, veröffentlicht. Daneben steht die Verbraucherstimmung der Uni Michigan an.

Mit Blick auf das Währungspaar EUR/CHF ging die Zürcher Kantonalbank (ZKB) am Morgen für den Freitag von einer Seitwärtsbewegung aus. Grössere Kursverluste erwarten die ZKB-Experten erst bei einem Unterschreiten der Marke von 1,0850 CHF. Nach oben sei bei Kursen über 1,0925 CHF mit einem Test des wichtigen Widerstand bei 1,0940 CHF zu rechnen.

Für den Dollar zum Franken ging die ZKB ebenfalls von einer Seitwärtsbewegung aus. Nach dem gestrigen Test der wichtigen Marke bei 0,9700-0,9720 CHF hab sich der Dollar wieder stabilisiert. Sollte die Marke wieder unterschritten werden, sei mit Kursverlusten in Richtung 0,9640 zu rechnen. Bei Kursen über 0,9770 erwartet die ZKB dagegen eine Erholung in Richtung 0,9800 CHF.

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(AWP)