Devisen: Euro legt zu - Schwellenländer unter Druck

Der Euro hat am Freitag im frühen Handel zugelegt. Händler nannten Äusserungen des österreichischen Notenbankchefs Ewald Nowotny als Grund. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,1684 US-Dollar und damit etwas mehr als am Vorabend.
31.08.2018 07:53

Auch zum Franken hat der Euro über Nacht an Wert gewonnen. Im asiatischen Handel rutschte das EUR/CHF-Währungspaar zunächst noch unter die Marke 1,13 Franken, ehe diese Schwelle am Freitagmorgen wieder zurückerobert werden konnte. Aktuell kostet ein Euro 1,1308 Franken und damit etwas mehr als am Vorabend. Der Dollar geht mit 0,9679 Franken tiefer um als noch zuletzt.

Der Euro profitierte am Morgen von Aussagen des österreichischen Notenbankchefs Nowotny, der zugleich Mitglied im geldpolitischen EZB-Rat ist. Er erklärte, dass das verhaltene Wirtschaftswachstum in Italien die Notenbank nicht daran hindern sollte, ihre Geldpolitik wie beabsichtigt zu straffen. Die EZB plant, ihre Anleihekäufe zum Jahresende einzustellen. Zinsanhebungen sollen aber frühestens nach dem Sommer 2019 folgen.

Unter hohem Druck standen am Morgen weiterhin zahlreiche Währungen von Schwellenländern. Die indische Rupie fiel zum US-Dollar auf ein neues Rekordtief, die indonesische Rupiah sank auf den tiefsten Stand seit der Asienkrise 1998. Zu den angeschlagenen Währungen zählen zudem der argentinische Peso, der brasilianische Real und die türkische Lira.

bgf/jha/mk/ra

(AWP)

 
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