Devisen: Euro legt zu US-Dollar weiter zu - stabil zum Schweizer Franken zu

Der Euro legte in den Abendstunden zum US-Dollar weiter zu. Zuletzt wurde die europäische Gemeinschaftswährung zu 1,0590 USD gehandelt nach 1,0575 USD am Nachmittag. Dazwischen war sie bis auf 1,0610 USD gestiegen.
15.02.2017 21:19

Zum Schweizer Franken rührte sich der Euro in den vergangenen Stunden kaum von der Stelle. Zuletzt wurden 1,0662 CHF für einen Euro gezahlt, was allerdings klar über den 1,0647 CHF vom Morgen liegt. Der US-Dollar gab zum Franken nach auf zuletzt 1,0067 CHF von 1,0081 CHF am Nachmittag. Nach starken US-Inflationsdaten war der "greenback" zwischenzeitlich bis auf 1,0119 CHF angesprungen, schwächte sich danach aber relativ rasch bis auf 1,0050 CHF ab.

Der Handel wurde vor allem durch US-Konjunkturdaten getrieben. Zunächst hatten einige starke Konjunkturdaten aus den USA den Dollar gestützt. So war die Inflation im Januar auf den höchsten Stand seit fast fünf Jahren gestiegen. Zudem hatten die Umsätze im US-Einzelhandel im Januar überraschend deutlich zugelegt. Der Euro war daraufhin auf ein Tagestief von 1,0521 USD gefallen. Nachdem die US-Industrieproduktion allerdings im Januar überraschend gefallen war und auch Daten vom Immobilienmarkt enttäuschten, erholte sich der Euro und machte seine Tagesverluste wieder wett.

Die Gemeinschaftswährung bleibt jedoch angeschlagen. US-Notenbankpräsidentin Janet Yellen hatte am Dienstag weitere Leitzinsanhebungen signalisiert. Sie warnte vor den negativen Folgen eines zu langen Abwarten. Davon hatte der US-Dollar schon am Dienstag profitiert. Schliesslich seien auch durch die am Mittwoch veröffentlichten Zahlen unter dem Strich die Zinserhöhungserwartungen in den USA verstärkt worden, kommentierte Ralf Umlauf, Devisenexperte bei der Landesbank Helaba.

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(AWP)