Devisen: Euro legt zu - zum Franken kurz über 1,17 CHF

Der Kurs des Euro ist am Mittwoch mit der Spekulation auf eine Entspannung in der Katalonien-Krise gestiegen. Am Nachmittag erreichte die Gemeinschaftswährung ein Tageshoch bei 1,1815 US-Dollar, nachdem er am Morgen noch bei 1,1760 Dollar gehandelt worden war. Aktuell liegt es bei 1,1807 nach 1,1776 am Mittag.
25.10.2017 17:21

Dagegen stieg der der Euro zum Franken zweitweise über die Marke von 1,17 CHF und damit so hoch wie seit der Aufhebung des Mindestkurses nicht mehr. Aktuell liegt er mit 1,1677 CHF nach 1,1689 am Mittag wieder darunter. Die Aussicht, dass die EZB die geldpolitischen Zügel wieder etwas stärker anziehen und den Ausstieg aus dem Kaufprogramm für Anleihen einleiten könnte, belastete den Franken. Der US-Dollar machte zum Franken zeitweise ebenfalls Boden gut und bewegte sich Richtung Parität. Doch auch hier ging es am Nachmittag auf nun 0,9891 CHF nach zuvor 0,9926 wieder hinab.

Erst am Nachmittag konnte der Euro an die Kursgewinne vom Vortag anknüpfen. Marktbeobachter erklärten den Anstieg mit Meldungen aus Spanien, die möglicherweise auf eine Entspannung im Katalonien-Konflikt hindeuten könnten. Der katalanische Regierungschef Carles Puigdemont hat eine geplante Erklärung im spanischen Senat zu den Unabhängigkeitsbestrebungen seiner Region kurzfristig abgesagt.

Nach überraschend starken Konjunkturdaten aus Deutschland veränderte sich die Gemeinschaftswährung am Vormittag kaum. Im Oktober hatte das Ifo-Institut einen Rekordwert bei der Stimmung in den deutschen Unternehmen gemeldet. "Die deutsche Wirtschaft steht unter Volldampf", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest.

Stark nach oben ging es mit dem Kurs des britische Pfund nach neuen Konjunkturdaten. Der Kurs der britischen Währung stieg im Handel mit dem Dollar um etwa ein Prozent auf 1,3272 Dollar. Zum Euro erreichte das Pfund zeitweise ein Tageshoch bei 1,1261 Euro. Zuvor war bekannt geworden, dass die britische Wirtschaft im dritten Quartal trotz der Brexit-Sorgen etwas stärker als erwartet gewachsen war.

Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1785 (Dienstag: 1,1761) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8485 (0,8503) Euro. Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88883 (0,89303) britische Pfund, 134,41 (133,95) japanische Yen und 1,1690 (1,1613) Schweizer Franken fest.

Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1275,00 (1276,45) Dollar gefixt./jkr/jsl/jha/

(AWP)