Devisen: Euro legt zu - Zum Franken wieder unter 1,16 CHF

Starke Konjunkturdaten aus der Eurozone haben den Euro am Freitag beflügelt. Die Gemeinschaftswährung kostete am späten Nachmittag 1,1975 US-Dollar und damit knapp einen halben Cent mehr als im asiatischen Handel. Kurzzeitig war ein Euro sogar mehr wert als 1,20 Dollar.
22.09.2017 16:56

Gegenüber dem Franken büsste der Euro nach dem Mittag etwas an Wert ein und fiel wieder unter die Marke von 1,16. Am späten Nachmittag geht die Gemeinschaftswährung bei 1,1598 CHF um. Der US-Dollar kostet am Freitag-Nachmittag, zum Morgen praktisch unverändert, 0,9685 CHF.

Konjunkturindikatoren aus der Eurozone deuteten vor dem Wochenende auf ein anhaltend robustes Wachstum hin. Der Markit-Einkaufsmanagerindex stieg deutlich an. Mit 56,7 Punkten liegt die Unternehmensumfrage nur knapp unter ihrem im April markierten mehrjährigen Höchststand. "Die Daten signalisieren für das dritte Quartal ein Wirtschaftswachstum von 0,7 Prozent zum Vorquartal", sagte Chris Williamson, Chefvolkswirt von Markit. Die beschleunigte Dynamik spreche zudem für ein lebhaftes Jahresende.

Unter Druck stand dagegen das britische Pfund. Analysten erklärten dies mit einer Rede von Grossbritanniens Regierungschefin Theresa May zum Thema "Brexit". Der mit Spannung erwartete Auftritt im italienischen Florenz habe wenig Neues gebracht, hiess es am Markt. Vor der Rede war über mehrere Angebote gemutmasst worden, die May in den Verhandlungen mit der EU unterbreiten könnte. Davon bewahrheitete sich so gut wie nichts. Das britische Pfund, das in den vergangenen Wochen durch Spekulationen auf eine Zinsanhebung der britischen Notenbank Auftrieb erhalten hatte, gab moderat nach.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88155 (0,88240) GBP und 134,01 (133,86) JPY fest.

Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1294,80 (1292,10) Dollar gefixt.

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(AWP)