Devisen: Euro legt zum Dollar etwas zu - Franken nach SNB-Entscheid unter Druck

Der Euro hat am Donnerstag im Vormittagsverlauf etwas zugelegt und ist zwischenzeitlich über die Marke von 1,17 US-Dollar gestiegen. Aktuell kostet die Gemeinschaftswährung wieder knapp darunter 1,1691 Dollar. In der Nacht hatte sie noch bei 1,1670 Dollar notiert.
20.09.2018 11:13

Unter Druck geraten ist dagegen der Schweizer Franken. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) bestätigte am Vormittag ihre lockere Geldpolitik. Belastet wurde der Franken durch ihre Aussagen zum Devisenmarkt. Der Franken sei nach wie vor "hoch bewertet", so die Notenbanker. Einige Beobachter hatten jedoch erwartet, dass die SNB von einem "deutlich überbewerteten" Franken sprechen könnte.

Der Eurokurs stieg nach dem SNB-Entscheid bis auf 1,1319 Franken. Zuvor hatte er noch unter der Marke von 1,13 Franken notiert. Derzeit notiert der Euro bei 1,1296 Franken und damit auf dem Niveau des früheren Dienstagmorgens und Vorabends.

Am Donnerstag bleibt der Kalender für Daten aus der Eurozone weitgehend leer. In den USA stehen einige Wirtschaftszahlen an, allerdings eher aus der zweiten Reihe mit weniger Marktrelevanz. Am Abend äussern sich in New York EZB-Chefvolkswirt Peter Praet und in Freiburg Bundesbankpräsident Jens Weidmann.

Trotz einer Leitzinserhöhung der norwegischen Notenbank ist die Krone zu allen wichtigen Währungen gefallen. Die norwegische Notenbank hat ihren Leitzins erstmals seit sieben Jahren angehoben. Der Leitzins steige um 0,25 Prozentpunkte auf 0,75 Prozent. Dies war erwartet worden. Die Krone geriet laut Experten unter Druck, da viele Beobachter erwartet hatten, dass die Notenbank stärkere Zinserhöhungen für die Zukunft in Aussicht stellen könnte.

jsl/bgf/fba/ab

(AWP)

 
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