Devisen: Euro legt zum Dollar und Franken etwas zu

Der Euro hat am Montag nach einem schwachen Start bis zum frühen Nachmittag etwas zugelegt. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1957 US-Dollar. Zuvor war der Kurs bis auf 1,1915 Dollar gefallen. Starke Impulse gab es im Handel zwischen Euro und Dollar nicht.
18.09.2017 14:47

Zum Franken kostet der Euro 1,1468 nach 1,1454 am Morgen. Aus charttechnischer Perspektive würden die Momentum-Indikatoren derzeit keinen Abwärtsdruck mehr anzeigen, schreibt die ZKB in einem Kommentar. Auf Sicht der nächsten ein bis zwei Monaten rechnet das Institut mit einer Fortsetzung des Aufwärtstrends bis 1,16.

Der US-Dollar wird derweil mit 0,9591 CHF wieder knapp unterhalb der Marke von 0,96 gehandelt. Hier dürfe auf mittlere Sicht mit erneuten Abgaben bis 0,94 gerechnet werden, solange der Widerstand von 0,975 nicht nach oben durchbrochen werde, so die Devisentechniker der ZKB.

Marktbeobachter sprechen von einem überwiegend impulsarmen Handel. Zum Wochenauftakt stehen nur wenige Konjunkturdaten auf dem Programm. Inflationsdaten aus dem Euroraum bewegten die Devisenkurse auch kaum, weil lediglich vorläufige Zahlen bestätigt wurden. Die Teuerung zog im August leicht von 1,3 auf 1,5 Prozent an, allerdings vornehmlich durch die schwankungsstarken Energiepreise getrieben

Eine Aufstufung der Kreditwürdigkeit Portugals durch die Ratingagentur Standard & Poor's vom vergangenen Freitag beflügelte zum Wochenauftakt die Kurse am portugiesischen Anleihemarkt. Die Gemeinschaftswährung profitierte dagegen nicht von der positiven Bewertung für das Euroland.

Nach Einschätzung von Experten halten sich die Anleger generell eher zurück. Am Devisenmarkt richtet sich der Fokus zunehmend auf die geldpolitischen Entscheidungen der US-Notenbank Fed, die am Mittwoch auf dem Programm stehen. Es wird erwartet, dass das Fed den Startschuss zum Abbau ihrer durch Krisenmassnahmen aufgeblähten Bilanz gibt. Ausserdem werden Hinweise auf die kurzfristige Geldpolitik erwartet. Konkret: Ob das Fed in diesem Jahr noch einmal ihren Leitzins anhebt.

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(AWP)