Devisen: Euro legt zum Dollar und Franken trotz schwacher Daten zu

Der Euro hat am Freitag im Vormittagshandel zum US-Dollar etwas zugelegt. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1647 Dollar und damit etwas mehr als im asiatischen Handel. Starke Kursausschläge gab es am Devisenmarkt aber nicht.
07.09.2018 10:11

Auch gegenüber dem Schweizer Franken machte der Euro wieder etwas an Boden gut. Aktuell notiert er auf 1,1243 nach 1,1224 Franken am früheren Freitagmorgen. Am Morgen hatte die Schweizerische Nationalbank (SNB) berichtet, dass ihre Devisenreserven im August um deutliche 19 Milliarden Franken gesunken sind. Hintergrund dürfte der im Berichtsmonat deutlich aufgewertete Franken sein.

Schwache Konjunkturdaten aus Deutschland konnten den Euro nur kurz belasten. Sowohl die Industrieproduktion als auch die Ausfuhren enttäuschten im Juli. Fachleute führten die Entwicklung nur zum Teil auf den von den USA ausgehenden Handelsstreit zurück. Sie verwiesen zudem auf Ferieneffekte und die Einführung eines neuen Abgastests in der Autoindustrie (WLTP). Unabhängig davon habe die deutsche Wirtschaft keinen guten Start in das dritte Quartal erwischt, kommentierte Commerzbank-Experte Ralph Solveen.

Am Vormittag stehen noch Wachstumszahlen aus der Eurozone an, allerdings handelt es sich lediglich um Detaildaten. In den USA kommt am Nachmittag der monatliche Arbeitsmarktbericht der Regierung. Es werden abermals robuste Zahlen erwartet, wobei die nach wie vor verhaltene Lohnentwicklung besondere Beachtung findet. Die Entwicklung der Löhne hat über die Inflation grossen Einfluss auf die Geldpolitik der US-Notenbank Fed.

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(AWP)