Devisen: Euro legt zum Dollar weiter zu - Zum Franken tendenziell seitwärts

Der Euro hat am Donnerstag gegenüber dem US-Dollar weiter zugelegt. Im Hoch kostete die Gemeinschaftswährung 1,0819 USD und damit so viel wie letztmalig Mitte Dezember. Aktuell notiert der Euro bei 1,0813 USD.
02.02.2017 13:27

Gegenüber dem Schweizer Franken verlor der Euro im Vormittagsverlauf dagegen etwas an Boden. Aktuell steht das Währungspaar auf 1,0680 CHF und damit leicht tiefer als am Morgen. Etwas deutlicher neigt der amerikanische Dollar zur Schwäche. Er kostet am Donnerstagmittag 0,9877 CHF, nachdem er Morgen bei 0,9912 CHF notierte.

An den Märkten ist weniger von einer Euro-Stärke als vielmehr von einer Dollar-Schwäche die Rede. Auslöser sind Äusserungen aus den Reihen der neuen US-Regierung, die den Dollar deutlich geschwächt hatten. Präsidentenberater Peter Navarro hatte Deutschland vorgehalten, den schwachen Euro als Exporthilfe auszunutzen. US-Präsident Donald Trump legte nach und hielt China und Japan Ähnliches vor.

Die Zinsentscheidung der US-Notenbank vom Mittwochabend brachte keine Überraschungen mit sich. Der Dollar geriet jedoch zusätzlich unter Druck, obwohl die Fed ihren Leitzins wie erwartet konstant hielt. Händler begründeten die Dollar-Verluste damit, dass sich eine Zinsanhebung in diesem Jahr bisher nicht abzeichne. Die Fed hatte Ende 2016 sogar drei Zinsanhebungen in diesem Jahr signalisiert.

Im weiteren Verlauf richtet sich der Blick der Anleger auf Grossbritannien, wo geldpolitische Entscheidungen der Bank of England anstehen. Ausserdem hat die Regierung angekündigt, heute Nachmittag einen Plan für die Trennung von der Europäischen Union zu veröffentlichen./

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(AWP)