Devisen: Euro legt zum Dollar zu, verliert aber zum Franken

FRANKFURT (awp international) - Der Euro hat am Donnerstag im Nachmittagshandel zum US-Dollar zugelegt. Zum Schweizer Franken gab die europäische Gemeinschaftswährung aber wie auch der Dollar nach. Der Euro notierte am späten Nachmittag zum Dollar auf 1,1236 nach 1,1221 USD am frühen Nachmittag. Dies, nachdem er kurzzeitig unter die Marke von 1,12 USD gerutscht war. Zum Franken sank der Euro auf 1,0870 nach 1,0887 CHF. Der Dollar geht zum Franken derweil für 0,9674 nach 0,9703 CHF um.
29.09.2016 17:07

Schwache Daten vom US-Häusermarkt setzten den Dollar am Nachmittag unter Druck. Die Zahl der noch nicht abgeschlossenen Hausverkäufe war im August überraschend gefallen. Volkswirte hatten mit einer Stagnation gerechnet. Die Zahl ist ein wichtiger Frühindikator für den Immobilienmarkt.

Deutliche Bewegung gab es vorübergehend bei Währungen von Rohölstaaten, nachdem die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) am Mittwochabend ihre erste Produktionskürzung seit acht Jahren beschlossen hatte. Die norwegische Krone und der russische Rubel, beides Währungen von Ländern mit hoher Ölproduktion, legten zum amerikanischen Dollar zunächst deutlich zu.

Bis zum Donnerstagmittag gaben die Währungen ihre Gewinne aber weitgehend wieder ab. Ein Grund dafür ist die am Markt weit verbreitete Skepsis, ob sich die Opec-Länder an ihre Vereinbarung halten werden. Zudem ist bisher nicht absehbar, wie die Förderkürzung auf die einzelnen Kartellmitglieder aufgeteilt werden soll.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86138 (0,86208) GBP und 113,88 (112,93) JPY fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1'318,10 (1'322,50) USD gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 37'230,00 (37'340,00) Euro.

jsl/bgf/he/jl

(AWP)