Devisen: Euro legt zum US-Dollar leicht zu - Wenig bewegt zum Franken

FRANKFURT (awp international) - Der Euro hat sich am Freitag im frühen Handel gegenüber dem US-Dollar leicht zugelegt. Nach vorübergehenden Turbulenzen im Anschluss an die für viele überraschende Wahl Donald Trumps zum nächsten US-Präsidenten ist am Devisenmarkt inzwischen Ruhe eingekehrt. Aktuell wird der Euro bei 1,0908 US-Dollar gehandelt und damit etwas höher als am Vorabend. Zum Franken bewegt sich der Euro derweil bei einem Stand von 1,0754 CHF seitwärts. Der US-Dollar steht mit zuletzt 0,9858 CHF nur knapp unter dem Kurs von Donnerstagabend.
11.11.2016 08:47

An den internationalen Finanzmärkten herrsche Zuversicht, der neue US-Präsident werde nicht für Verwerfungen und Handelskonflikte sorgen, schreibt Ralf Umlauf, Experte bei der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Der Dollar tendiere daher fest. Bundesbank-Präsident Jens Weidmann riet am Donnerstagabend zur "Besonnenheit und Gelassenheit" nach dem Trump-Sieg. Der neu gewählte US-Präsident sollte mit dem beim Wort genommen werden, was er nach seinem Wahlsieg erklärt habe.

In einer ersten Reaktion auf den Trump-Sieg war der Dollar zur Wochenmitte kurze Zeit stark unter Druck geraten. Der Euro hatte im Gegenzug bis auf 1,13 Dollar zugelegt. Aber schon wenig später drehte sich der Wind am Devisenmarkt. Der Kurs der Gemeinschaftswährung ist seitdem über vier Cent nach unten gerauscht.

Überraschungen zur Inflation in Deutschland gab es am Freitag nicht. Das Statistische Bundesamt bestätigte seine erste Schätzung. Demnach lag die Teuerungsrate im Oktober bei 0,8 Prozent und damit so hoch wie seit zwei Jahren nicht mehr. Unter anderem die Mietpreise zogen kräftig an. Der Bereich Energie wirkte weiter preisdämpfend, allerdings weniger deutlich als zuletzt.

tos/stb/hr

(AWP)