Devisen: Euro legt zum USD nach Entlassung des FBI-Chefs zu - EUR/CHF über 1,09

Der Euro hat am Mittwoch wie auch viele andere Währungen von einem auf breiter Front schwächeren US-Dollar profitiert. Am Markt wurden die Dollar-Verluste mit der Entlassung von FBI-Chef James Comey durch US-Präsident Donald Trump begründet. Am Morgen kostete ein Euro 1,0892 Dollar und damit etwas mehr als am Vorabend. Auch zum Franken gab der Dollar auf 1,0066 von 1,0088 nach.
10.05.2017 08:25

Die Entlassung Comeys, die völlig überraschend in der Nacht auf Mittwoch bekannt wurde, habe die Risikoneigung der Anleger an den Finanzmärkten verringert, hiess es aus dem Handel. Während der Dollar moderat unter Druck stand, legte unter anderem der japanische Yen zu, der als sicherer Anlagehafen gilt. Comeys Behörde leitet die Untersuchungen zu möglichen Russland-Kontakten des Trump-Teams während des Wahlkampfs.

Zum Franken kostet der Euro derzeit im Vergleich zum Vorabend wenig verändert 1,0964 CHF. Der Wahlsieg von Emmanuel Macron bedeute eine Atempause für die SNB, schreibt die Commerzbank in einem Kommentar zum Devisenmarkt. Trotz der abnehmenden Interventionen dürfte Niveaus des Währungspaars um 1,09 erst einmal Bestand haben. Grundsätzlich bleibe der Aufwertungsdruck auf den Franken aber bestehen und spätestens per Jahresende müsse wieder mit fallenden Kursen gerechnet werden, heisst es weiter.

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(AWP)