Devisen: Euro leicht schwächer zu Dollar und Franken

Der Euro ist am Mittwoch leicht gesunken. Die Gemeinschaftswährung hält sich allerdings in einer vergleichsweise engen Handelsspanne und notiert am Mittag bei 1,1209 Dollar. Das bisherige Tagestief lag kurz davor bei 1,1205 Dollar.
01.07.2020 12:30

Gegenüber dem Schweizer Franken notiert der Euro mit 1,0627 Franken ebenfalls etwas tiefer. Der Dollar geht derweil kaum verändert für 0,9479 Franken um.

Nach Einschätzung von Marktbeobachtern halten sich die Finanzmärkte zur Wochenmitte in ruhigem Fahrwasser. Auch am Devisenmarkt kann ein unerwartet starker Anstieg der Umsätze im deutschen Einzelhandel und eine besser als erwartet ausgefallene Stimmung in den Industrieunternehmen der Eurozone keine grösseren Impulse liefern.

Der stark beachtete Indikator des britischen Forschungsunternehmens Markit für die Stimmung in den Industrieunternehmen der Eurozone hat sich im Juni zwar stark aufgehellt. Allerdings blieb der Indexwert weiter unter der Expansionsschwelle von 50 Punkten. Nur Werte oberhalb der Marke deuten auf Wachstum hin.

Im weiteren Tagesverlauf stehen wichtige Konjunkturdaten aus den USA auf dem Programm, die den Euro aus der engen Handelsspanne reissen könnten. Erwartet werden Stimmungsdaten aus der US-Industrie und Kennzahlen vom Arbeitsmarkt.

Bei der Zahl der Beschäftigten, die vom Arbeitsvermittler ADP gemeldet werden, wird für Juni nach einem drastischen Einbruch im April und einem starken Rückgang im Mai wieder ein Anstieg erwartet.

Nach Einschätzung des Experten Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) liefern die ADP-Daten einen guten Hinweis auf den offiziellen Arbeitsmarktbericht der US-Regierung, der am Donnerstag erwartet wird. Die amerikanischen Arbeitsmarktdaten könnten eine stärkere Risikofreude der Anleger auslösen, sagte Umlauf.

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(AWP)