Devisen: Euro leichter zu Dollar und Franken - Nordkorea-Krise im Fokus

Der Euro präsentiert sich nach einem kräftigen Kursrutsch vom Vortag auch am Mittwoch weiter schwächer. Am Morgen wird die Gemeinschaftswährung bei 1,1741 US-Dollar gehandelt und damit wenig verändert gegenüber dem Kurs am Vorabend.
09.08.2017 08:25

Im Fokus steht am Markt aktuell die verschärfte Tonart zwischen den USA und Nordkorea. Nordkoreas Militär hat den Vereinigten Staaten mit einem Raketenangriff auf die US-Pazifikinsel Guam gedroht und damit einen der gefährlichsten Konflikte der Welt weiter angeheizt. Diese Zuspitzung hat vor allem bei sicheren Häfen wie dem Schweizer Franken und dem japanischen Yen Spuren hinterlassen. Das EUR/CHF-Währungspaar notiert aktuell bei 1,1364 und damit etwa einen Rappen tiefer als am Vorabend. Der US-Dollar zeigt sich zum Franken mit aktuell 0,9679 CHF dagegen etwas behauptet.

Noch deutlicher machen sich die Spannungen beim südkoreanischen Won bemerkbar. Die Währung verlor im Handel mit dem Dollar etwa ein Prozent an Wert.

Derweil machen Marktteilnehmer mit Blick auf das EUR/USD-Paar eine allgemeine Kurstärke des amerikanischen Dollar nach guten US-Konjunkturdaten für die jüngsten Euro-Verluste verantwortlich. Am Vortag hatte ein Rekordwert bei der Zahl offener Arbeitsstellen den Dollar beflügelt. Viele offene Stellen werden von Experten als Hinweis für einen steigenden Lohndruck gewertet, der eine stärkere Inflation erzeugt und der US-Notenbank Fed mehr Spielraum für Zinserhöhungen gewährt.

Weiter im Fokus bleibt auch der südafrikanische Rand. Nachdem am Vortag ein Misstrauensvotum der Opposition gegen Präsident Jacob Zuma gescheitert war, hatte der Rand zunächst starke Kursverluste verzeichnet. Am Morgen ging es mit dem Rand zwar weiter abwärts, der Kurs fiel aber nur noch leicht. Für einen US-Dollar mussten zuletzt 13,41 Rand gezahlt werden.

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(AWP)