Devisen: Euro nach EZB-Beschlüssen zu Dollar und Franken tiefer

Der Kurs des Euro hat am Donnerstag deutlich unter dem angekündigten vorsichtigen Ausstieg der Europäischen Zentralbank (EZB) aus ihrer ultralockeren Geldpolitik gelitten. Im US-Handel notierte die Gemeinschaftswährung mit 1,165 US-Dollar noch einmal tiefer als im europäischen Nachmittagsgeschäft und erreichte den niedrigsten Stand seit Ende Juli.
26.10.2017 21:46

Auch zum Franken büsste der Euro weiter deutlich ein. EUR/CHF notierte am Abend bei 1,1619 nach 1,1655 am Nachmittag. Vor dem EZB-Entscheid gegen 14 Uhr lag die Gemeinschaftswährung noch über der Marke von 1,17 CHF. Der US-Dollar gewann zum Franken hinzu und stieg auf 0,9972 CHF nach zuvor 0,9910.

Die EZB setzt ihre milliardenschweren Wertpapierkäufe im kommenden Jahr zwar fort, verringert das Volumen aber deutlich. Von Januar 2018 an wollen die Währungshüter monatlich Staatsanleihen und andere Wertpapiere für 30 Milliarden Euro kaufen, wie die Notenbank am Donnerstag in Frankfurt im Anschluss an eine Sitzung des EZB-Rates mitteilte. Ökonomen hatten mit dieser Entscheidung gerechnet - einige von ihnen halten sie für zu zaghaft.

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(AWP)