Devisen: Euro nach Ifo stabil zum Dollar und Franken

Der Euro hat am Dienstag kaum auf etwas bessere Wirtschaftsdaten aus Deutschland reagiert. Am Vormittag kostet die Gemeinschaftswährung 1,0994 US-Dollar und damit in etwa so viel wie am Morgen.
24.09.2019 10:53

Auch zum Franken zeigt sich der Euro mit 1,0883 recht stabil. Der US-Dollar bewegt sich derweil zum Franken in einer engen Spanne um die 0,99er Marke und notiert aktuell bei 0,9899 Franken knapp darunter.

Am Devisenmarkt fallen die Kursbewegungen am Dienstagvormittag verhalten aus. Analysten nehmen dennoch zur Kenntnis, dass neue Konjunkturdaten aus Deutschland die bestehenden Rezessionsängste etwas dämpften. Das Ifo-Geschäftsklima, Deutschlands wichtigster wirtschaftlicher Frühindikator, stieg nach fünf Rückgängen in Folge wieder an. Ifo-Präsident Clemens Fuest sprach allerdings nur von einer Pause im Abschwung. Am Montag hatten sehr schwache Umfragedaten des Instituts Markit neue Konjunktursorgen hervorgerufen.

Unterdessen mehrt sich der Widerstand gegen einen wichtigen Teil des jüngsten EZB-Lockerungspakets. Frankreichs Notenbankchef Francois Villeroy de Galhau bezeichnete die neuen Wertpapierkäufe der Notenbank in Höhe von 20 Milliarden Euro je Monat als unnötig. Die beschlossene Zinssenkung und das neue Zinsversprechen allein seien bereits eine starke geldpolitische Kombination. Schon vor der Entscheidung der EZB hatte sich Villeroy de Galhau zurückhaltend geäussert, allerdings nicht so klar ablehnend wie jetzt. Der Kreis der Kritiker an den neuen Anleihekäufen wird damit immer grösser.

Eine spannende Entscheidung steht am frühen Mittag dem britischen Pfund bevor. In Grossbritannien entscheidet der Supreme Court, ob die von der britischen Regierung verkündete Zwangspause des Parlaments rechtens ist. Von der Entscheidung dürfte der Fortgang des Brexit-Prozesses abhängen.

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(AWP)