Devisen: Euro nach jüngster Talfahrt leicht erholt

FRANKFURT (awp international) - Der Euro zeigt sich am Montag zum US-Dollar und zum Schweizer Franken etwas erholt. Nach einem deutlicheren Anstieg bis zur Tagesmitte musste die europäische Gemeinschaftswährung einen Teil der Gewinne allerdings wieder abgeben. Damit notiert der Euro zum Dollar am frühen Abend auf 1,0621 nach 1,0636 USD am Mittag und 1,0609 USD am Morgen. Zum Schweizer Franken liegt der Euro bei 1,0720 nach 1,0736 CHF am Mittag und 1,0714 CHF am Morgen. Der Dollar zum Franken notiert derweil auf 1,0093 CHF und damit seit dem Freitagabend kaum verändert.
21.11.2016 17:19

Die Abschwächung des Dollars zum Euro erklären Händler mit einer Gegenbewegung nach dem jüngsten Höhenflug der US-Währung. Impulse für den Devisenhandel gab es am Montag aber kaum. Sowohl in der Eurozone als auch in den USA wurden keine marktbewegenden Konjunkturdaten veröffentlicht.

Devisenexperten erwarten jedoch keine Trendwende am Devisenmarkt. "Die Dollar-Stärke ist dauerhaft, kann sich sogar weiter fortsetzen", erwartet Devisenexperte Ulrich Leuchtmann von der Commerzbank. "Das Ausmass ist freilich ungewiss." Die Erwartung eine lockeren Haushaltspolitik und protektionistischer Massnahmen des künftigen US-Präsidenten Donald Trump hatte die Inflationserwartungen in den USA steigen lassen. Die US-Notenbank dürfte daher nach Einschätzung der Finanzmärkte den Leitzins im Dezember anheben und im kommenden Jahre weitere Zinserhöhungen durchführen.

SNB VERZEICHNET STARKEN ANSTIEG DER SICHTGUTHABEN

Die Schweizer Nationalbank (SNB) verzeichnete derweil in der abgelaufenen Handelswoche die stärkste Zunahme der Sichtguthaben seit dem Brexit-Entscheid in Grossbritannien im vergangen Juli, was auf kräftige Interventionen am Devisenmarkt hindeutet. Diesbezügliche Anfragen kommentierte die SNB zwar nicht, bekräftigte aber am vergangenen Donnerstag die Bereitschaft zur Intervention am Devisenmarkt.

Dies, nachdem zwar der Dollar nach der US-Präsidentschaftswahl gegenüber dem Franken auf zeitweise über Parität anstieg, der Aufwärtsdruck auf den Franken zum Euro aber anstieg. Noch am Freitag fiel die Gemeinschaftswährung vorübergehend unter die Marke von 1,07 CHF.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85725 (0,86218) GBP und 117,59 (116,95) JPY fest.

Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1'214,24 (1'211,00) USD gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 36'140,00 (35'910,00) EUR.

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(AWP)