Devisen: Euro ohne klare Richtung - britisches Pfund legt zu

Der Euro hat am Mittwoch im Tagesverlauf keine klare Richtung gefunden. Nach einigem Auf und Ab lag die Gemeinschaftswährung am späten Nachmittag bei 1,1849 US-Dollar und damit in etwa auf dem Niveau vom Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1827 (Dienstag: 1,1888) Dollar fest.
29.11.2017 17:12

Robuste Konjunkturdaten aus dem Euroraum konnten der Gemeinschaftswährung keinen Auftrieb geben. Die Wirtschaftsstimmung im Währungsgebiet hat sich im November abermals von einem hohen Niveau aus verbessert und ist auf einen neuen Höchststand seit Oktober 2000 gestiegen. Volkswirte hatten mit der aktuellen Entwicklung gerechnet.

Zum Franken steht der Euro bei 1,1669 CHF und damit in etwa auf dem Niveau des frühen Geschäfts. Der US-Dollar kostet derweil 0,9848 CHF nach Kursen um die 0,9840 CHF am Morgen.

Spürbaren Auftrieb erhielt unterdessen das britische Pfund. Am Markt wurde auf Medienberichte verwiesen, wonach sich Grossbritannien und die EU in einem wichtigen Streitpunkt des Brexit grundsätzlich geeinigt hätten. Es geht um die Austrittsrechnung des Königreichs und einen hohen zweistelligen Milliarden-Betrag.

EU-Chefunterhändler Michel Barnier bestritt, dass es bereits eine Einigung mit Grossbritannien gebe. Der SPD-Europaabgeordnete Jens Geier bestätigte aber, dass ein britisches Angebot vorliege. Weitere Streitpunkte bleiben unterdessen die Rechte von in Grossbritannien lebenden EU-Bürgern und die künftige EU-Grenze zwischen Irland und Nordirland.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88293 (0,89538) britische Pfund, 132,24 (132,24) japanische Yen und 0,1664 (1,1680) Schweizer Franken fest.

Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1'283,85 (1'291,85) Dollar gefixt.

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(AWP)