Devisen: Euro ohne klare Richtung zu USD und CHF - GBP bleibt unter Druck

Der Euro hat am Mittwoch im frühen Handel keine klare Richtung gefunden. Nach einigen Schwankungen in geringem Ausmass lag die Gemeinschaftswährung zuletzt bei 1,1754 USD und damit ungefähr auf dem Niveau vom Vorabend. Auch zum Schweizer Franken zeigt sich der Euro per Saldo mit 1,1378 CHF praktisch unverändert. Entsprechend zeigt sich auch der Dollar-Franken-Kurs mit 0,9680 CHF kaum verändert.
23.08.2017 08:31

Im weiteren Tagesverlauf behalten die Anleger eine Eröffnungsrede von EZB-Chef Mario Draghi bei einer Ökonomen-Konferenz in Lindau im Blick. Aufgrund der wissenschaftlichen Ausrichtung der Veranstaltung rechnet Antje Praefcke, Expertin bei der Commerzbank, aber mit wenig neuen Informationen zur Geldpolitik.

Mit grösserer Aufmerksamkeit wird Draghis Rede bei der Notenbankkonferenz im amerikanischen Jackson Hole diese Woche erwartet. Auch die Chefin der US-Notenbank Fed, Janet Yellen, wird dort sprechen. Zwar werden auch hier von den meisten Beobachtern keine grundlegend neuen Aussagen zum geldpolitischen Kurs erwartet. Auszuschliessen sind sie aber nicht.

Unterdessen bleibt das britische Pfund unter Druck. Am Mittwoch kostete ein Euro zwischenzeitlich bis zu 0,9177 GBP. Damit wurde ein Höchststand seit 2009 erreicht - abgesehen von einem kurzzeitigen "Flash-Crash" beim Pfund im vergangenen Oktober.

Für Druck auf das Pfund sorgten laut Händlern zuletzt die verhaltenen Reaktionen seitens der EU auf die Vorlagen aus London: Am Montag hatte das britische Brexit-Ministerium ein Positionspapier zum künftigen Handel mit der EU vorgestellt, am Mittwoch soll ein Papier zur künftigen Rolle des Europäischen Gerichtshofs für Grossbritannien folgen und am Donnerstag sollen Vorschläge zum Datenschutz vorliegen.

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(AWP)