Devisen: Euro pendelt um 1,19 US-Dollar - EUR/CHF zwischenzeitlich über 1,17

Der Euro ist am Montag im New Yorker Handel zeitweise wieder unter die Marke von 1,19 US-Dollar gerutscht. Zuletzt stand die Gemeinschaftswährung mit 1,1905 Dollar knapp darüber, nachdem sie im europäischen Nachmittagsgeschäft bis auf 1,1961 Dollar gestiegen war und damit auf den höchsten Stand seit Ende September. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1952 (Freitag: 1,1877) Dollar festgesetzt.
27.11.2017 21:16

Starke Impulse für den Handel zwischen Euro und Dollar blieben am Montag zunächst aus. Etwas gebremst wurde der Euro durch schwächere Konjunkturdaten aus Italien. Der Dollar hingegen erhielt etwas Auftrieb durch solide Daten vom amerikanischen Häusermarkt. Zudem half neuer Optimismus in Sachsen US-Steuerreform dem "Greenback".

Zum Schweizer Franken konnte sich der Euro nicht über der Marke von 1,17 halten. Das Euro-Franken-Währungspaar geht aktuell zu 1,1676 CHF um nachdem es am Nachmittag noch bis auf ein neues Jahreshoch von 1,1725 CHF geklettert war. Das ist der höchste Wert seit dem Frankenschock vor fast drei Jahren, als die Schweizerische Nationalbank (SNB) im Januar 2015 den Euro-Mindestkurs von 1,20 CHF aufgegeben hatte.

Seit dem Sommer hat sich der Franken gegenüber dem Euro kontinuierlich abgeschwächt; im Juni lag der Wechselkurs noch zwischen 1,08 und 1,09 CHF. Trotz der Erholung bezeichnet die SNB den Franken aber weiterhin als zu hoch bewertet. Die Entwicklung dürfte den exportorientierten Schweizer Unternehmen höhere Gewinne bescheren. Auf der anderen Seite werden Reisen von Schweizerinnen und Schweizern in den Euro-Raum teurer.

Der US-Dollar gewann zum Franken im Tagesverlauf etwas an Wert und notiert nun mit 0,9812 CHF. Zu Börsenbeginn in Asien hatte der Kurs zuvor noch 0,9769 Franken betragen - der höchste Wert seit fünf Wochen.

Starke Kursgewinne verzeichnete zum Wochenstart der südafrikanische Rand, obwohl sich namhafte Ratingagenturen vor dem Wochenende kritisch geäussert hatten. Am Freitag hatten die Bonitätsprüfer von Standard & Poor's die Kreditbewertung Südafrikas gesenkt. Der Rand war daraufhin unter Druck geraten. Die Konkurrenz von Moody's hielt sich mit einer Abstufung zurück, setzte das Rating aber unter Beobachtung. Letztlich habe am Montag die Erleichterung überwogen, dass Moody's S&P nicht gefolgt sei, hiess es aus dem Handel.

Etwas erholen konnte sich am Montag auch die türkische Lira. Händler begründeten dies mit Spekulationen, wonach die türkische Notenbank zur Stützung der Lira ihren Leitzins anheben könnte.

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(AWP)