Devisen: Euro praktisch unverändert - auch zum Franken stabil

Der Euro hat am Montag nach der Veröffentlichung robuster Aussenhandelszahlen aus Deutschland zwischenzeitlich etwas zugelegt. Am Morgen stieg die Gemeinschaftswährung bis auf 1,1410 US-Dollar. Im Anschluss gab der Euro aber wieder leicht nach und kostet aktuell 1,1403 US-Dollar.
10.07.2017 08:58

Auch gegenüber dem Schweizer Franken präsentiert sich der Euro ebenfalls stabil. Die Gemeinschaftswährung kostet am frühen Montag-Morgen 1,0993 CHF. Auch der US-Dollar steht zum Franken praktisch unverändert. Er geht am Montag-Morgen bei 0,9641 CHF um.

Ein überraschend starker Anstieg der deutschen Exporte im Mai gab dem Euro zwischenzeitlich etwas Auftrieb. Laut dem Statistischen Bundesamt legten die Ausfuhren gegenüber dem Vormonat um 1,4 Prozent zu und damit deutlich stärker als von Analysten prognostiziert. Auch die Importe entwickelten sich dynamischer als erwartet. Vor allem der Handel mit den Ländern ausserhalb der Europäischen Union nahm an Fahrt auf.

Nach deutlichen Wertverlusten in der Vorwoche bleibt der japanische Yen weiter unter Druck und war am Montag so schwach wie seit Mitte Mai nicht mehr. In der Nacht auf Freitag hatte Japans Notenbank am Rentenmarkt eingegriffen, um ihr Renditeziel zu verteidigen. Es war die dritte Intervention seit Einführung des Renditeziels als Instrument der Geldpolitik im September. Am Montag bekräftigte Notenbankchef Haruhiko Kuroda abermals seine Entschlossenheit, die selbst gesetzten Ziele zu verteidigen.

Ein überraschend geringer Rückgang der Teuerungsrate in Norwegen gab der norwegischen Krone am Morgen gut ein halbes Prozent Auftrieb. Weitere geldpolitische Lockerungen werden in Norwegen immer unwahrscheinlicher. Bei ihrer jüngsten Zinssitzung im Juni hatte sich die norwegische Notenbank zuversichtlich zur Wirtschaft gezeigt und signalisierte, vorerst nicht mehr an die Möglichkeit zusätzlicher Leitzinssenkungen zu denken. Anfang 2019 könnte demnach bereits eine Zinsanhebung anstehen.

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(AWP)