Devisen: Euro profitiert von kleinerer Brexit-Sorge - Franken etwas schwächer

NEW YORK (awp international) - Der Euro und das britische Pfund haben am Tag der Abstimmung über die Zukunft Grossbritanniens in der Europäischen Union zum US-Dollar zugelegt. Beide Währungen gaben bis zum Donnerstagabend mitteleuropäischer Zeit allerdings einen Teil ihrer Gewinne wieder ab. Der Euro kostete 1,1352 Dollar und das britische Pfund notierte bei 1,4798 Dollar.
23.06.2016 21:15

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Euro-Referenzkurs am Mittag auf 1,1389 (Mittwoch: 1,1283) Dollar festgelegt. Der Dollar hatte damit 0,8780 (0,8863) Euro gekostet.

Der als "sicherer Hafen" geltende Schweizer Franken gab am Abend im New Yorker Handel zu den wichtigsten Währungen leicht nach. Der Euro verteuerte sich zur Schweizer Währung etwas auf 1,0871 CHF nach 1,0853 am Nachmittag und der US-Dollar kostete 0,9577 CHF gegenüber 0,9551. Das britische Pfund verteuerte sich zum Franken auf 1,4176 CHF (Nachmittag 1,4137).

"Die Märkte erwarten, dass die Wähler den Brexit ablehnen werden", kommentierte das britische Analysehaus Capital Economics die Stimmung an den internationalen Finanzmärkten. Erste Abstimmungsergebnisse werden in der Nacht auf Freitag erwartet. Mit verlässlichen Ergebnissen wird am Freitagmorgen gerechnet.

Im Falle des Verbleibs Grossbritanniens in der EU hält Devisenexperte Kit Juckes von der französischen Grossbank Societe Generale noch etwas Aufwärtspotenzial für Euro und Pfund für möglich. Im Falle eines Brexits sei hingegen mit deutlichen Verlusten zu rechnen.

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(AWP)