Devisen: Euro profitiert weiter von Dollar-Schwäche - Kurs über 1,06 US-Dollar

Der Eurokurs hat am Donnerstag weiter von der allgemeinen Dollar-Schwäche profitiert. Die Gemeinschaftswährung gab im US-Handel zwar einen Teil ihrer Tagesgewinne wieder preis, blieb jedoch über 1,06 Dollar. Zuletzt notierte der Euro bei 1,0612 Dollar, nachdem er zwischenzeitlich bei 1,0685 US-Dollar den höchsten Stand seit fünf Wochen erreicht hatte. Jüngste Aussagen des künftigen US-Präsidenten Donald Trump enttäuschten die Finanzmärkte und belasteten den Kurs des Dollar.
12.01.2017 21:16

Seit der Pressekonferenz von Trump am Vortag hat der Euro rund zwei Prozent an Wert gewonnen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0679 (Mittwoch: 1,0503) US-Dollar fest. Der Franken machte zum Dollar wie bereits am Vortag per Saldo praktisch die gleiche Bewegung wie der Euro. USD/CHF notierte zuletzt bei 1,0110 nach einem Tief bei 1,0056; EUR/CHF hielt sich derweil bei rund 1,0730, war kurzfristig aber bis 1,0710 gefallen.

"Wer sich von der Pressekonferenz des künftigen US-Präsidenten neue Details zu seinen Wirtschaftsplänen erhofft hat, wurde enttäuscht", begründete Thu Lan Nguyen, Expertin bei der Commerzbank, die Dollar-Schwäche. Ausserdem stützten robuste Konjunkturdaten aus der Eurozone die Gemeinschaftswährung. Im November war die Industrieproduktion im Währungsraum unerwartet stark gestiegen. In Deutschland überraschten Daten zum Wirtschaftswachstum im abgelaufenen Jahr positiv.

Während der Euro nach Trumps Pressekonferenz profitieren konnte, geriet der mexikanische Peso immer stärker unter Druck und fiel erneut auf ein Rekordtief. Erstmals mussten für einen Dollar mehr als 22 Peso bezahlt werden. Trump hatte erneut gegen Mexiko gewettert und angekündigt, bald mit dem Bau einer Mauer zum südlichen Nachbarland zu beginnen.

/la/he

(AWP)