Devisen: Euro schwächer zum Dollar nach Bundestagswahl - Unverändert zum Franken

Der Euro hat am Montag nach der Bundestagswahl mit absehbar schwieriger Regierungsbildung und nach enttäuschenden Konjunkturdaten nachgegeben. Die Kursverluste der Gemeinschaftswährung hielten sich aber in Grenzen. Im Vormittagshandel stand der Euro knapp über 1,19 US-Dollar, nachdem er am Morgen bei 1,1931 Dollar gehandelt worden war.
25.09.2017 11:12

Gegenüber dem Schweizer Franken bewegte sich der Euro zum Wochenstart nur gering. Er schwächte sich im Verlauf des Morgens minim ab und geht vor dem Mittag bei 1,1574 CHF um. Der US-Dollar legte zum Franken zu. Er kostet am späten Vormittag 0,9723 CHF.

Der Ausgang der Bundestagswahl hat für eine moderate Belastung des Euro gesorgt und den Kurs in der vergangenen Nacht zeitweise bis auf 1,1897 Dollar gedrückt. Am Markt werden als Gründe die hohen Verluste der Regierungsparteien aus Union und SPD genannt. Experten erwarten eine langwierige und schwierige Regierungsbildung. Ebenso wird auf den Einzug der Euro-kritischen AfD in den Bundestag verwiesen.

Im Vormittagshandel sorgt ein enttäuschendes Ifo-Geschäftsklima für neuen Druck beim Euro. In den deutschen Unternehmen hatte sich die Stimmung im September zum zweiten Mal in Folge eingetrübt. Das Geschäftsklima fiel um 0,7 Punkte auf 115,2 Zähler. Bankvolkswirte hatten dagegen mit einem leichten Anstieg gerechnet.

Vergleichsweise wenig Bewegung gibt es am Vormittag beim japanischen Yen. In Japan bahnen sich vorgezogene Neuwahlen an. Ausserdem hatte Regierungschef Shinzo Abe ein umfassendes Ausgabenprogramm angekündigt, wobei nähere Details erst zum Jahresende bekannt gegeben werden.

/jkr/jsl/stb/yl

(AWP)