Devisen: Euro schwankt um 1,14 US-Dollar - Zum Franken weiter über 1,10

Der Eurokurs ist am Montag im US-Handel weiter um die Marke von 1,14 US-Dollar geschwankt. Zuletzt wurde die europäische Gemeinschaftswährung mit 1,1402 Dollar gehandelt. Die Kursausschläge hielten sich in engen Grenzen.
10.07.2017 21:30

Gegenüber dem Franken legte der Euro zum Wochenstart zu und kletterte über die Marke von 1,10 CHF. Aktuell geht die Gemeinschaftswährung bei 1,1008 CHF um, nachdem sie am Nachmittag bis auf 1,102 gestiegen war.

Die Devisenexperten der ZKB rechnen damit, dass das EUR/CHF-Paar mittelfristig einen Kurs von 1,12 CHF erreichen wird. Der US-Dollar stieg am Montag zum Franken ebenfalls an. Er kostet am späten Abend jedoch wieder 0,9655 CHF nach 0,9669 CHF am späten Nachmittag und 0,9638 am Vorabend. Für den US-Dollar rechnen die Experten in den nächsten Monaten mit einem moderaten Abwärtstrend gegenüber dem Franken.

Zum US-Dollar bewegt sich der Eurokurs weiter in der Nähe seines jüngsten 13-Monatshochs. Devisenexperte Lutz Karpowitz von der Commerzbank führt die jüngste Stärke des Euro auch auf eine gewachsene politische Einigkeit zurück: "Von Spannungen zwischen den einzelnen Ländern der Eurozone ist seit geraumer Zeit nichts mehr zu spüren." Dies habe auch der jüngste G-20-Gipfel gezeigt wo die Europäische Union geschlossen aufgetreten sei. "Ohne Auswirkungen auf den Devisenmarkt bleibt diese neue Einigkeit mittelfristig nicht", so Karpowitz. Viele Investoren würden derzeit auf einen steigenden Euro wetten.

Das Geschehen am weltweiten Devisenmarkt war ansonsten geprägt von einer gestiegenen Risikofreude der Anleger. Händler führten diese auch auf den robusten US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag zurück. Schwellenländerwährungen wie die türkische Lira legten zu, während als sichere Häfen geltende Währungen wie der Schweizer Franken und der japanische Yen an Wert verloren.

/la/mis

(AWP)