Devisen: Euro sinkt unter 1,10 USD - legt zum Franken zu

FRANKFURT (awp international) - Der Kurs des Euro hat am Donnerstag für kurze Zeit mit deutlichen Kursschwankungen auf geldpolitische Entscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) reagiert. Am Nachmittag gab die Gemeinschaftswährung auf unter 1,10 USD nach. Zuletzt wurde sie zu 1,0990 USD nach 1,1011 USD um die Mittagszeit gehandelt. Zum Schweizer Franken legte der Euro hingegen zu auf zuletzt 1,0881 CHF von 1,0869 CHF. Auch der US-Dollar stieg zum Franken auf 0,9900 CHF von 0,9872 CHF.
21.07.2016 16:51

Die EZB hat ihren geldpolitischen Kurs nach dem Brexit-Votum der Briten vorerst nicht verändert. Die Währungshüter beliessen den Leitzins auf dem Rekordtief von null Prozent. Der Strafzins, den Banken und Sparkassen zahlen müssen, wenn sie Geld bei der EZB parken, liegt weiter bei 0,4%. Nachdem die Finanzmärkte vergleichsweise gelassen auf die Entscheidung für einen EU-Austritt Grossbritanniens reagiert hatten, hatten die meisten Experten ein Stillhalten der EZB erwartet.

Etwas zulegen konnte dagegen der Kurs des japanische Yen. Japans Notenbankchef Haruhiko Kuroda lehnte in einem Radiointerview die Idee von Geldgeschenken durch die Zentralbank ab. Für sogenanntes "Helikoptergeld" gebe es weder eine Notwendigkeit noch eine Möglichkeit, sagte Kuroda dem britischen Radiosender der BBC. Derart eindeutig hatte sich Kuroda bisher nicht zu dem heiss diskutierten Thema geäussert.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,83595 (0,83605) britische Pfund, 117,05 (117,33) japanische Yen und 1,0872 (1,0882) Schweizer Franken fest.

Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1315,90 (1315,90 ) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 37 900,00 (38 040,00) Euro.

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(AWP)