Devisen: Euro stabil zu Dollar und Franken trotz Nordkoreas Raketenabschuss

Der Euro hat am Freitag kaum auf den erneuten Abschuss einer Rakete durch Nordkorea reagiert. Andere Währungen, die wie der japanische Yen und der Schweizer Franken als sichere Anlagehäfen gelten, zeigten allenfalls eine kurzlebige Reaktion. Am Devisenmarkt heisst es, die Marktteilnehmer hätten sich offenbar an die Provokationen durch Nordkorea gewöhnt. Der UN-Sicherheitsrat hatte unlängst neue Sanktionen gegen Nordkorea verhängt. Analysten sehen den Raketenabschuss, der über Japan hinweg erfolgte, als Reaktion darauf an.
15.09.2017 07:59

Am Freitagmorgen kostet ein Euro 1,1915 USD und damit in etwa so viel wie am Vorabend. Zum Franken steht der Euro mit aktuell 1,1481 CHF auf dem Niveau vom Vorabend. In einer ersten Reaktion war das EUR/CHF-Paar kurzzeitig bis auf 1,1451 zurückgefallen. Ähnlich verhielt es sich auch beim USD/CHF-Währungspaar. Nachdem es in der Nacht bis auf 0,9613 gefallen war, steht es mittlerweile wieder bei 0,9635, was in etwa dem Niveau vom Vorabend entspricht.

Ein ähnliches Bild zeigte sich beim japanischen Yen. Er erhielt nach Bekanntwerden des Raketenabschusses zunächst Zulauf, lag zuletzt gegenüber dem amerikanischen Dollar aber in der Verlustzone.

An Konjunkturdaten dürften vor dem Wochenende vor allem amerikanische Zahlen im Mittelpunkt stehen. Es wird eine Reihe an Daten veröffentlicht, darunter die Umsätze des Einzelhandels. Sie gelten als Richtschnur für die Entwicklung des wichtigen Privatkonsums. Gleiches gilt für das Konsumbarometer der Universität Michigan, das ebenfalls ansteht.

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(AWP)