Devisen: Euro stabil zum Dollar - Leichter zum Franken

FRANKFURT (awp international) - Der Euro hat sich am Mittwoch nur wenig von der Stelle bewegt. Am Markt war von einem ruhigen vorweihnachtlichen Handel die Rede. Impulse durch Konjunkturdaten blieben aus. Gegen Mittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,0408 US-Dollar und damit so viel wie am Morgen. Zum Franken tendierte der Euro zuletzt wieder schwächer nachdem er im frühen Geschäft über die Marke von 1,07 CHF gestiegen war. Aktuell kostet ein Euro 1,0684 CHF. Auch der Dollar gibt zum Franken etwas Boden preis und notiert am Mittag auf einem Tagestief von 1,0265 CHF.
21.12.2016 13:27

Seit Ende November habe der Schweizer Franken gegenüber dem Euro per Saldo leicht zugelegt, schreiben die Devisenexperten der LBBW. Mit aktuell knapp unter 1,07 liege der Wechselkurs unter dem Durchschnitt der vergangenen zwölf Monate von 1,09. Da die SNB bereits in den letzten Wochen aufgrund der Berücksichtigung der "gesamten Währungssituation" einen vergleichsweise starken Franken gegenüber dem Euro toleriere, hätten sie ihre EUR/CHF-Prognosen um 2 Rappen gesenkt. Nun würden sie mit einer leichten Abwertung des Franken auf 1,10 EUR/CHF bis Jahresende 2017 rechnen, heisst es weiter.

Die deutlichsten Kursgewinne unter den bedeutendsten Währungen verzeichnete am Mittwoch die schwedische Krone. Und das, obwohl die Zentralbank Schwedens ihre lockere Geldpolitik fortsetzt. Nach ihrer Zinssitzung teilte sie mit, die Wertpapierkäufe um ein halbes Jahr zu verlängern und den Leitzins unverändert bei minus 0,5 Prozent zu halten. Marktteilnehmer nannten jedoch mehrere Gründe, die Krone zu kaufen.

Zum einen wird die Reichsbank im ersten Halbjahr 2017 weniger Staatsanleihen kaufen als im zweiten Halbjahr 2016. Die Geldschwemme wird also in geringerem Ausmass fortgeführt. Zum anderen traf die Verlängerung im geldpolitischen Ausschuss auf Widerspruch. Zwei der sechs Notenbanker sprachen sich gegen zusätzliche Anleihekäufe aus, ein Zentralbanker votierte für eine dem Betrag nach geringere Ausweitung. Analysten der US-Bank JP Morgan rechnen nicht damit, dass die Käufe ein weiteres Mal verlängert werden.

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(AWP)