Devisen: Euro stabilisiert - Katalonien-Konflikt belastet nur vorübergehend

Der Eurokurs hat sich am Donnerstag stabilisiert. Die weitere Zuspitzung im Katalonien-Konflikt hat den Euro nur vorübergehend belastet. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am Mittag mit 1,1825 US-Dollar gehandelt. Sie notierte damit leicht höher als im frühen Handel. Zum Franken zeigte der Euro nur eine geringe Schwankungsbreite und liegt nach 1,1574 CHF am Morgen nun bei 1,1540 CHF. Der US-Dollar kam derweil mit 0,9759 nach 0,9808 CHF im frühen Geschäft wieder leicht zurück.
19.10.2017 12:51

Im Streit um die Unabhängigkeit von Katalonien haben beide Seiten am Donnerstag weiter auf eine direkte Konfrontation zugesteuert. Die politische Führung in Barcelona weigerte sich am Donnerstag, das Ultimatum der Zentralregierung zu erfüllen und ausdrücklich auf die Bildung eines eigenen Staates zu verzichten. Unmittelbar danach kündigte die Regierung in Madrid Zwangsmassnahmen gegen die wirtschaftlich starke Region im Nordosten an.

Der Eurokurs fiel daraufhin zeitweise auf ein Tagestief von 1,1768 Dollar. Er erholte sich jedoch wieder und erreichte sogar ein neues Tageshoch. Konjunkturdaten wurden in der Eurozone am Vormittag nicht veröffentlicht.

Zu allen wichtigen Währungen unter Druck geraten ist das britische Pfund. Der britische Einzelhandel erhielt im September einen überraschend starken Dämpfer. Das Pfund sank auf 1,1128 Euro, nachdem es im frühen Handel noch über 1,12 Euro notiert hatte. Zum Franken gab das Pfund auf 1,2841 nach 1,2960 CHF am Morgen nach.

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(AWP)