Devisen: Euro stabilisiert sich nach Verlusten - nahe 1,14 Franken

Nach den Verlusten der vergangenen Handelstage hat sich der Euro am Freitag vorerst stabilisiert. Gegen Mittag kostet die Gemeinschaftswährung 1,1462 US-Dollar und damit etwas mehr als am Morgen. Der chinesische Yuan fiel unterdessen auf den tiefsten Stand seit Anfang 2017. Zum Franken gab es wenig Bewegung. Mit zuletzt 1,1410 stand der Euro weiter nahe der Marke von 1,14. Der Dollar gab leicht auf 0,9955 nach 0,9965 im frühen Handel nach.
19.10.2018 12:58

Zuvor hatten Sorgen um die Haushaltsplanung in Italien den Euro unter Druck gesetzt. Die EU-Kommission sieht im Haushaltsentwurf der italienischen Regierung schwere Verstösse gegen die Regeln der Eurozone. Die Pläne zur Neuverschuldung seien eine "noch nie dagewesene" Abweichung von den Kriterien des Stabilitätspaktes, heisst es in einem Brief von EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici.

Marktbeobachter erklärten die jüngste Schwäche des Yuan mit enttäuschenden Konjunkturdaten. Vor dem Hintergrund des Handelskrieges mit den USA hat sich Chinas Wachstum stärker als erwartet abgeschwächt. Die Wirtschaftsleistung der zweitgrössten Volkswirtschaft der Welt war im dritten Quartal nur um 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gewachsen. Experten hatten mit 6,6 Prozent Zuwachs gerechnet.

Unterdessen hat die chinesische Notenbank mitgeteilt, dass die jüngsten Turbulenzen an den Aktienmärkten des Landes durch die Anlegerstimmung verursacht worden seien. Die Zentralbank prüfe Massnahmen, um etwaige Finanzierungsschwierigkeiten von Unternehmen zu verringern. Die geldpolitischen Instrument würden genutzt, um die Kreditvergabe der Banken zu stützen.

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(AWP)